Das Heilig-Kreuz-Münster ist die älteste süddeutsche gotische Hallenkirche und wurde zwischen 1315 und 1521 von den Parler, einem bedeutendem Baumeistergeschlecht aus dem 14. Jahrhundert an der Stelle einer romanischen Kirche erbaut.

Kindheitserinnerungen sind mit dieser prachtvollen Kirche im Herzen von Schwäbisch Gmünd verbunden. Viele festliche Anlässe meiner Familie wurden in dieser Kirche gefeiert, freudige wie auch traurige. So meine Erstkommunion, die Goldene Hochzeit meiner Eltern – und auch der Trauergottesdienst zum Tod meines Vaters.

Bevor man diese Kirche betritt, sollte man sie erstmal auf sich wirken lassen. Und deshalb auch ein paar Zahlen: das Münster ist 78 Meter lang, davon fallen allein 45 Meter auf das Kirchenschiff und die restlichen 33 Meter auf den Chorraum. An der breitesten Stelle im Chor sind es 28 Meter und die Höhe des Münsters wird mit 51 Meter angegeben.

Euch jetzt mit geschichtlichen Daten oder mit Informationen zum Münster zu füllen würde ewig dauern. Alles Wissenswerte findet Ihr deshalb HIER.

Jetzt kommt mit mir ins Münster und lasst die Kirche in ihrer Größe und Höhe erstmal auf Euch wirken.

Das Heilig-Kreuz-Münster besitzt eines des bedeutendsten Orgeldenkmäler des süddeutschen Raums. Auf der Westempore befindet sich die prachtvolle barocke Orgel. Johann Michael Maucher schuf 1688 den prunkvollen Orgelbau auf der Empore. Alljährlich findet seit 1989 in Schwäbisch Gmünd das Europäische Kirchenmusikfestival statt. Internationale Stars, Orchester und Chöre treten auch u.a. im Münster auf.

Noch heute spüre ich das Gänsehautfeeling, wenn die Orgel mit allen Registern das „Großer Gott wir loben dich“ aufspielt.

Mehrere Stilrichtungen sind im Münster zu finden. So ist das Langhaus in der Hochgotik erbaut worden. Der Chor mit seinen Seitenkapellen dagegen stammt aus der Spätgotik. Renaissance und Stile des Barocks finden sich aber genauso im Münster.

Machen wir einen Rundgang im Kapellenkranz ….

Jedesmal wenn ich im Münster bin, bin ich überwältigt von dieser Höhe und dem reichhaltig gestalteten Netzgewölbe. 22 Säulen stützen im Innenraum das Gewölbe. Beeindruckend ….

Wenn man mit offenen Augen durchs Münster geht, kann man einiges entdecken …

Über die Glasmalereifenster ist nicht viel bekannt. Nur soviel, dass Teile der Bleiglasfenster schon von 1506 stammen sollen. Bei meinen Fotoaufnahmen stand ich bewusst lange vor den Fenstern, es gibt soooo vieles zu sehen.

Der Münsterplatz  vor dem Heilig-Kreuz-Münster ist einer von drei Hauptplätzen in Schwäbisch Gmünd. Auf diesem großen freien Platz war bis zum 18. Jahrhundert wohl ein Friedhof.
Südlich vom Münster und vor der Fuggerei steht die 1693 geschaffene Mariensäule. Zuerst an einem anderen Standort, wurde sie 1892 in die Münstergasse und später an den jetzigen Standort versetzt.

Da Schwäbisch Gmünd in einer Talsenke liegt und es zu allen Richtungen zu den Stadtteilen in die Höhe geht, ist das Heilig-Kreuz-Münster mit seiner Höhe und Ausmaßen von allen Richtungen weithin sichtbar.

Mariensäule Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd mit Heilig-Kreuz-Münster
Schwäbisch Gmünd mit Heilig-Kreuz-Münster

Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd