Am Rand der Schwäbischen Alb und zu Fuß der Drei-Kaiser-Berge liegt die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd mitten im Remstal.

Es gibt ja schon einige Detailberichte zu einzelnen Sehenswürdigkeiten meiner Heimatstadt. Und fast könnte man meinen, ich war noch nie wirklich in Schwäbisch Gmünd mit den Augen eines Touristen unterwegs, da es bisher keinen umfassenden Bericht über meine Heimatstadt von mir gibt.
Weit gefehlt, klar war ich mit der Kamera in der ältesten Stauferstadt unterwegs und hab sie euch aus meinen Augen eingefangen. Ein ausführlicher Bericht, wie ihr ihn aus meinen ganzen anderen Berichten auf meinem Reise- und Fotoblog kennt, wird dieser Beitrag aber trotzdem nicht werden. Denn ich arbeite gerade an einem Projekt über meine Heimatstadt, dem ich damit ansonsten zuvor greifen würde. Trotzdem gibt es jetzt (ohne große Erklärungen zu einzelnen Sehenswürdigkeiten meiner Stadt, denn die kommen mit meinem Projekt 🙂 ) eine Fototour durch meine Stadt.

Lang ist es her, dass ich in Schwäbisch Gmünd das Licht der Welt erblickt habe. Kindergarten, Schulzeit, Jugendzeit – alles habe ich bis zu meiner Heirat mitten in Schwäbisch Gmünd erlebt. Und trotz, dass ich vor über 30 Jahren in die 3 km entfernte (und selbstständige) Gemeinde Waldstetten ‚ausgewandert‘ bin, bleibt Schwäbisch Gmünd doch immer noch MEIN Städle.
Wenn mich jemand nach der Lage von Schwäbisch Gmünd fragt, dann ist diese Frage ganz einfach erklärt: 50 km östlich von Stuttgart, gerade Linie im Remstal 🙂
Schwäbisch Gmünd ist die größte Stadt im Remstal und hat gut über 60.000 Einwohner, verteilt auf die Kernstadt und 11 Stadtgemeinden.

Bevor ich euch mehr über Schwäbisch Gmünd erzähle – der erste Eindruck meiner Heimatstadt

der Marktplatz in Schwäbisch Gmünd

Er ist einer von drei großen Plätzen der Stadt, aber der Größte von allen. Über die Jahrhunderte haben sich die Gebäude, die den Charme des Marktplatzes ausmachen, erhalten. Die Mehrheit steht unter Denkmalschutz. Es herrscht ein reges Treiben auf dem Mittelpunkt der Stadt, dem gefahrlos als Fußgängerzone nachgegangen werden kann. Direkt vor dem Rathaus beherrschen im Sommer die Kinder das Geschehen auf einem riesigen Spielplatz. Im Winter zieht der Weihnachtsmarkt dort ein und dehnt sich weit in die Stadt aus. Noch viele Feste mehr werden auf dem Marktplatz gefeiert.

Ein bisschen Geschichte zur Stauferstadt Schwäbisch Gmünd

Die ersten Spuren einer Besiedlung gehen weit zurück, bis ins 2. Jahrhundert nach Christus. Damals begannen die Römer mit der Sicherung ihres Reiches durch den Limes. In einem Kastell im Stadtgebiet ist eine Ansiedlung nachgewiesen. Die Alemannen und die Germanen mischten auch noch mit und ließen sich in den eroberten Gebieten nieder.

Die erste gesicherte Erwähnung von Schwäbisch Gmünd geschah aber in der Stauferzeit im Jahr 1162, und damit so früh, wie in keiner anderen Stadt, in der die Staufer agierten. Aus diesem Grund darf sich Schwäbisch Gmünd als die „älteste Stauferstadt“ bezeichnen. Erwähnt wurde Gmünd, wie die Stadt damals hieß, in einer Urkunde des Kloster Lorchs. Vom ersten Stauferherzog Friedrich I. wurde das Kloster Lorch um 1102 gestiftet. Es ist das Hauskloster der Staufer und nur ein paar Kilometer von Schwäbisch Gmünd entfernt. Friedrich I. ist auch für den Bau der Stammburg der Staufer auf dem Hohenstaufen verantwortlich. Der Hohenstaufen, einer der Drei-Kaiser-Berge um Schwäbisch Gmünd. Auf die Frau von Friedrich I., Agnes von Waiblingen, geht die Erbauung der Johanniskirche zurück.
Und eben durch diese Erwähnung in dieser Urkunde wird darauf geschlossen, dass zu dieser Zeit Gmünd bereits eine befestigte Stadt gewesen sein muss. An die Stauferzeit erinnert vor der Johanniskirche, auf dem zweiten größeren Platz der Stadt, dem Johannisplatz, eine Stauferstele. Und auf Bezug der urkundlichen Erwähnung feierte die Stadt 2012 das 850-jährige Stadtjubiliäum mit einem riesengroßen Stauferfest.

Nachdem das Staufergeschlecht ausgestorben war, wurde Gmünd eine Reichsstadt und erweiterte sein Herrschaftsgebiet. Auch Schwäbisch Gmünd besaß im Mittelalter, so wie z.B. auch Dinkelsbühl oder Nördlingen, eine Stadtmauer mit damals 23 Türmen. Von diesen stehen heute noch 6 Türme im Stadtgebiet und leider sind auch nur noch Teile der Stadtmauer erhalten. Die Stadt blieb von Widrigkeiten nicht verschont – die Pest wütete und sie erlebte schwere Judenverfolgungen. Ab 1373 kamen Kaiser Karl IV. und Kaiser Sigismund ins Spiel, die mir auch bei meiner Pragreise mehrfach über den Weg gelaufen sind. Sie erteilten der Stadt die Blutgerichtsbarkeit und die Garantie niemals verpfändet zu werden.

1449 wurde es dann in meiner Heimatgemeinde Waldstetten interessant. Gmünder und Haller (Schwäbisch Hall) Truppen hatten aus Rache die rechbergische Burg zerstört, und waren gerade auf der Burg auf dem Eichhölzle in Waldstetten, als sie von württembergischen Truppen, die dem Rechberger zur Seite standen, überrascht wurden. Und alles als Rache dafür, weil der Graf von Rechberg der Stadt eine Viehherde am Waldstetter Tor gestohlen hatte. Tja, damals war das ein wichtiges Gut. In Waldstetten ist übrigens von dieser Burg nur noch der Bergkegel, auf dem sie einst stand, weithin noch sichtbar. Ein Wohnhaus hat von dort oben den besten Überblick über den Ort.

Es ging noch hoch her in der Stadt, mit Hexenprozessen und Kriegen, bis 1802 die Reichsstadt Schwäbisch Gmünd an Württemberg kam. Ja, die Stadt kann wirklich eine Geschichte erzählen.

Mit meinen

Stadtimpressionen von Schwäbisch Gmünd

lade ich euch ein, die Stadt mit ihren herrlichen Fleckchen zu entdecken.

Jetzt zu einigen

Highlights der Stadt Schwäbisch Gmünd

denen ich eigene Berichte gewidmet habe. Aber nicht nur diese könnt ihr in ausführlichen Beiträgen nachlesen und sehen, sondern hier noch viel mehr.

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Die Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd

soll der Sage nach von Agnes von Hohenstaufen, der Gemahlin des Herzogs Friedrich erbaut worden sein. Aus Dankbarkeit, dass man ihren verlorenen Ehering wieder gefunden hatte – im Geweih eines erlegten Hirsches, genau an der Stelle der heutigen Johanniskirche.

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Das Hl.-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd

ist weithin sichtbar zu sehen. Die Baumeisterfamilie Parler hat die älteste süddeutsche gotische Hallenkirche zwischen 1315 und 1521 erbaut.

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Der Stadtgarten von Schwäbisch Gmünd

in der Nähe des Bahnhofs bietet als kleiner Park eine Oase der Erholung. Das Remsufer nicht weit, hat der Park einiges zum Entdecken parat.

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Der Himmelsgarten in Schwäbisch Gmünd

„Zwischen Himmel und Erde“, so war 2014 das Motto der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd. Das herrliche Naherholungsgebiet als Park für die ganze Familie ist auf der Anhöhe über Schwäbisch Gmünd erhalten geblieben.

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Der Königsturm in Schwäbisch Gmünd

ist mit seinen 40 Meter Höhe nicht zu übersehen. Er ist einer der noch sechs vorhandenen Wachtürme in der Stadt.

Ihr seht, es gibt einiges zu entdecken in meiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd. Als kleinen Anreiz für eine Erkundungstour habe ich für euch

mein Gewinnspiel mit Inge’s Reise- und Fotoblog

Geht einfach mit wachen Augen, beginnend am Rathaus, durch meine Heimatstadt. Haltet die Augen nach Kleinigkeiten offen, legt auch mal den Kopf in den Nacken und entdeckt meine Detailaufnahmen. Wenn ihr mir von diesen mindestens 15 Fotos bis zum 31. Mai 2021 an meine Mailadresse info@inges-reiseblog.de schickt, dann bekommt ihr nach eurer Wahl eines meiner Geschenke.  Die seht ihr hier. Wenn ihr Probleme mit dem Versand der Bilder habt, schreibt mich an, oder zieht die Bilder einfach kleiner.

Viel Freude in meiner Stadt und beim Entdecken.

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