Ein wunderschöner großer Park am nördlichen Rand der Stadt, einzigartige Blicke über Prag inklusive dem legendären Blick auf die Moldaubrücken – aber auch noch die Schatten des vergangenen Kommunismus beim Metronom erkennbar – diese Mischung bietet der Letná-Park in Prag.

Dieser Tag unseres vierwöchigen Aufenthaltes in Prag begann mit ‚wir bummeln in den Tag hinein‘. Bedeutet für mich: ausschlafen und gemütlich frühstücken – ohne voll gefülltes Tagesprogramm. Aber nur für mich 😉 Für meinen Mann war es ein Arbeitstag. Denn nur mit dieser Kombination sind unsere längeren Reisen möglich. Dieses Los traf ihn aber nur bis zum Nachmittag. Ein besonderes Highlight stand nämlich am Abend auf unserem Plan – ein Konzert in der St. Clemens-Kathedrale, die zum Clementinum-Komplex gehört. Da bot es sich an, vorher noch durch den Letná-Park zu bummeln.

Man kommt auf verschiedenen Wegen in den Letná-Park. Da unsere Wohnung auf Zeit im Prager Vorort 6 lag, haben wir die S-Bahn an der Haltestelle Chotkovy Sady verlassen und sind über die Straßenbrücke hinüber in den Park. Bevor es jedoch auf die andere Straßenseite ging, gab es noch einen kurzen Gang durch den Chotek-Garten, 1832 der erste öffentliche Stadtpark, der in östlicher Verlängerung des Königsgartens mit dem Lustschlösschen der Königin Anna nördlich der Prager Burg, liegt.

Direkt von der Stadt kommt man natürlich auch auf die Anhöhe, auf der sich der Letná-Park in die Länge zieht. Man kann den Übergang über die Moldau auf der einzigen Jugendstilbrücke ‚Čechův most‘ nicht verfehlen. Und dann … immer die Treppen hoch. Da der Park zwischen einer Moldauschleife liegt, gibt es natürlich auch noch einen Weg von Norden, vom Stadtteil Bubeneč (hier befinden sich der Prager Zoo und das Schloss Troja) oder von Osten, vom Stadtteil Holešovice her. Egal von welcher Seite, es lohnt sich ein Ausflug in den Park. Kommt jetzt mit zu

meinem Bummel durch den Letná-Park in Prag

der, bevor ich zu den Highlights im Park komme, erst mit

ein paar Informationen zum Letná-Park in Prag

beginnt. In 25 ha Fläche kann man auf der Anhöhe durch den Park schlendern, joggen oder in einem Teil sich mit dem Skateboard vergnügen. Doch in ganz früheren Zeiten war der Hang noch weit von einer Parkanlage entfernt. Durch ein Dekret hat Kaiser Karl IV. befohlen, dass man auf allen Brachflächen der Stadt Wein anbauen soll. Der Stadtteil Vinohrady (Königlicher Weinberg) zeugt heute noch davon, genauso wie an einigen Stellen auch heute immer noch Wein angepflanzt ist. Auch auf dem Vyšehrad, dem Berg Petřín (Laurenziberg) oder unterhalb der Prager Burg befinden sich noch Weinreben-Anpflanzungen. In Prag gibt es also nicht nur Bier, sondern auch Wein 😉

Nachdem nun der hauptsächliche Eigentümer der Flächen am Letná-Berg, der Baron Jakob Wimmer (er war übrigens auch verantwortlich für den Aufschwung im Stadtteil Holešovice), verstorben ist, verkamen auch die Hänge am Berg. Kann so nicht bleiben, dachte sich die Stadt Prag und kaufte Mitte des 19. Jahrhunderts die Grundstücke, mit dem Gedanken, einen grünen Gürtel vom Berg Petřín bis nach Holešovice zu ziehen. Ohne großartige Unterbrechung ließe sich dieser ‚erwandern‘ – gäbe es da nicht soooo viele Sehenswürdigkeiten, die gegen eine Non-stop Begehung sprechen.

Übrigens habe ich noch in keiner Stadt so eine geballte Ladung an kleinen und großen Grünflächen und Parks gesehen, als wie in Prag. Stöbert einfach auf meiner Prag-Seite und ich zeige euch einige davon.

Der Letná-Park bietet einige Highlights, an dessen Ziele sich die Menschen fast ’stapeln‘. Das erste Highlight beginnt noch im Chotek-Garten, wo es die ersten

Blicke auf die Moldaubrücken in Prag vom Letná-Park

gibt. Weiter geht es mit diesen Blicken vom ersten Aussichtspunkt im Letná-Park. Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden – und ihr wisst (mal wieder), dass ihr auch auf einem Fotoblog seid 😀

Meine ‚Emma‘ hat sich eines der Wahrzeichen von Prag in die Linse genommen, und ein bisschen näher rangezoomt –

der Blick auf die Karlsbrücke vom Letná-Park in Prag

Unverkennbar die Brücke mit den 30 Brückenheiligen, die beidseitig den Überweg flankieren. Aber auch durch die vielen Menschen auf der Brücke sticht sie unter all den anderen Moldaubrücken heraus. Wir haben sie in diesen vier Wochen in Prag weitgehendst gemieden, und haben sie – vor allem am Wochenende – den anderen Besucher überlassen. Außerdem haben wir sie ja schon bei unserem Besuch im Juni 2020 ausgiebig in Augenschein genommen – dieses phänomenale Brückenbauwerk von meinem Schwäble.

Ja, er bricht halt immer wieder durch, der Heimatstolz. Dass ausgerechnet der bedeutendeste Baumeister aus dem Mittelalter, der aus meiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd stammt, an vielen Orten in Prag und Tschechien seine Spuren hinterlassen hat. Die Rede ist vom Baumeister Peter Parler, dem ich in meinem Reiseblog eine eigene Seite gewidmet habe. Eigentlich ist ja Karl IV. schuld, dass Peter Parler überhaupt in Prag landete. Denn der war zu Besuch im Schwabenland, hat dabei auch Schwäbisch Gmünd besucht und Peter Parler beim Bau unseres Hl.-Kreuz-Münsters entdeckt. Da er für den Weiterbau des Veitsdom einen neuen Dombaumeister brauchte, warb er Parler nach Prag ab, und die übrige Parlerfamilie konnte allein an unserem Münster weiterbauen. Wenn ihr seine Seite auf meinem Blog besucht, dann erkennt man sofort die ‚Handschrift‘ in seinen Kirchenbauten.

Für die Karlsbrücke hatte der Kaiser aber ganz besondere Vorstellungen, die Parler dann doch vor Herausforderungen stellte. Eine Bogenbrücke sollte über die Moldau gehen. 1357 wurde mit dieser Meisterleistung begonnen, und so spannen sich auf der ältesten und bekanntesten Steinbrücke Europas 16 Bögen mit 516 Meter Länge über den Fluß.

Direkt bei diesen beiden Plätzchen, von denen aus den herrlichen Blick auf die Moldaubrücken gibt, befindet sich der

Hanavský-Pavillon (Hanau-Pavillon) im Letná-Park in Prag

Der Platz wurde vermutlich geschickt so gewählt, denn dieser wirklich eindrucksvolle Jugendstil-Pavillon wurde zur Prager Jubiläumsausstellung 1891 erbaut. Ziel dieser Leistungsschau in Prag-Bubeneč (also der Stadtteil in dem sich ein Teil des Letná-Parks befindet) war, dass sich die tschechische Industrie, Handwerk, Dienstleister usw. präsentieren konnten. Zum anderen wurde die Krönung von Kaiser Leopold II. gefeiert.

Im Zuge dieser Leistungsschau musste die Stadt natürlich den vielen Besuchern auch etwas Besonderes bieten. Der Aussichtsturm auf dem Berg Petřín, der kleine Bruder des Eifelturms und der große Industriepalast in Holešovice, sind genauso ‚Überbleibsel‘ wie der Hanavský-Pavillon. Dieser wurde damals als Repräsentationspavillon für die Eisenhütten errichtet. Deshalb verwundert es mit diesem Hintergrund nicht, dass er auch heute noch mit einer Gusseisen-Konstruktion im Park steht. Es war damals das erste Gebäude dieser Art in Prag.

Es ist ja in vielen Fällen so – nach dem Erbauer wird das Objekt benannt. So auch bei diesem Pavillon. Fürst Wilhelm von Hanau, zu dieser Zeit Besitzer der größten böhmischen Eisengießerei, hat ihn in Auftrag gegeben und nach Ende der Ausstellung der Stadt Prag geschenkt. 1898 wurde das Gebäude an seinem damaligen Standort demontiert, wurde an diese besondere Stelle im Letná-Park verbracht und wieder zusammengebaut. Dank Fotografien und vorhandenen Plänen konnte man es ab 1967 in vier Jahren Arbeit in den damaligen Zustand rekonstruieren.

Auch wenn außen am Gebäude der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen hat, im Inneren befindet sich heute ein Restaurant, bei dem man die Brückenblicke gratis dazu bekommt.

An diesem Spätnachmittag waren doch einige Menschen in dem Park unterwegs, in dem es sich unter Bäumen auf Parkbänken gut aushalten lässt.

Noch mehr war das Ziel vieler Parkbesucher der Weg entlang der ‚Aussichtsmeile‘ auf die Stadt. Für uns, die wir doch schon viel in Prag und den Stadtteilen besichtigt haben, war es der ‚Blick von oben‘ auf diese Sehenswürdigkeiten. Für die anderen war es vielleicht Überblick bekommen und ‚was lohnt sich‘?

Letztere Überlegung ist ja von der Priorität des Besuchers abhängig. Ich gehe, seitdem ich meinen Reiseblog betreibe, auch an Ziele, wo mein Fazit hinterher ausfällt: diesen Weg hätte man sich sparen können. Aber so ist das eben aus den Augen eines Reisebloggers 😉

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Ich biete euch jetzt die herrlichen Ausblicke auf Prag und seine Sehenswürdigkeiten, ohne dass ihr einen Schritt gehen müsst 🙂

Als erstes ganz klar das Ziel vieler Besucher der „Goldenen Stadt“ – die

Blicke vom Letná-Park auf die Altstadt von Prag

An den zwei Kirchtürmen kann man sich orientieren, wo das Herz der Altstadt ist – sie gehören zur Teynkirche am Altstädter Ring. Dort befindet sich auch das Altstädter Rathaus mit dem Besuchermagnet, der Astronomischen Uhr. Durch die kleine Karlsgasse, die Touristengasse schlechthin, lässt man sich dann zur Karlsbrücke treiben. Der Beginn der Brücke ist unverkennbar mit dem Altstädter Brückenturm zu erkennen, ebenfalls an der großen Kuppel des Clementinum-Komplexes, der zweitgrößte zusammenhängende Komplex nach der Prager Burg.

Ich könnte euch, wie auch bei den anderen Fernblicken, mit Direktlinks zu meinen jeweils ausführlichen Beiträgen zudrönen. Meine Seite ist aber so gestaltet, dass ich die Sehenswürdigkeiten nach den jeweiligen Stadtteilen sortiert habe. Mit einem Klick könnt ihr also dort auswählen.

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Nach der Altstadt kommt die Neustadt –

Blicke vom Letná-Park auf die Prager Neustadt

Sie ist die Jüngste der bis 1784 vier selbständigen Stadtteile von Prag. Kaiser Karl IV. hat sie quasi aus dem ‚Boden gestampft‘ als die Altstadt aus allen Nähten zu platzen drohte und die Bürger außerhalb der Altstadtmauer kleine Siedlungen anlegten. Also brachte der Kaiser da ein bisschen Struktur rein und förderte die Ansiedlung sogar mit Steuererlassen. Mit einem Erlass hatten die Bürger der Altstadt vom Kaiser das Versprechen, dass sie immer durch die Stadtmauertore von der Neustadt in die Altstadt konnten.

Aber kreuz und quer die neue Stadt bebauen ließ der Kaiser nicht zu. Er hatte da schon genaue Vorstellungen, die dem Plan von Rom ähnlich kamen. Das Neustädter Rathaus, in dem übrigens der Erste Fenstersturz von Prag stattfand, wurde am, damals größten Platz Europas, Karlsplatz gebaut. Ja, in Prag sollte man bei den Fenstern schon etwas aufpassen 😉 diese Fensterstürze wurden eine kleine Gewohnheit in Prag, wenn etwas nicht nach Plan lief. Der Zweite Fenstersturz der den Dreißigjährigen Krieg nach sich zog, fand im Alten Königspalast auf der Prager Burg statt. Ein Dritter aus dem Altstädter Rathaus und der Vierte fand dann schon etwas in der Neuzeit statt, der Außenminister, Sohn des damaligen ersten Präsidenten der Republik fand unter nicht geklärten Umständen auch den Weg aus dem Fenster.

Zur Prager Neustadt zählt auch das pulsierende Geschäftsherz der Stadt – der Wenzelsplatz mit dem bekannten Wenzelsdenkmal und dem Nationalmuseum. In den zahlreichen Einkaufsstraßen rings um den Platz kann jeder Einkaufende fündig werden. Hoch hinaus ragt in diesem Bereich des Stadtteils die Kirche Maria Schnee.

Ebenfalls zur Neustadt zählt die alte Burg auf dem Felsberg über der Moldau, der Vyšehrad. Der Legende nach soll hier der Anfang von Prag und dem Herrschergeschlecht der Přemysliden im 10. Jahrhundert gewesen sein. In meinem Bericht zur Stammmutter Libusa und dem Berg Vyšehrad erfahrt ihr mehr darüber. Allein schon für den Vyšehrad kann man sich locker einen Tag einplanen.

Nah und fern – so könnte ich die nächsten Fotos übertiteln.

Der Blick vom Letná-Park auf den Prager Fernsehturm

im Prager Stadtteil Žižkov. Dominant sieht man ihn von überall aus der Ferne, von nah sieht man die vielen Babys die an ihm hochkrabbeln.

Wer in die Prager Stadtteile ausschwirrt, wird mit so manchem Schätzchen-Fund belohnt. An diesem Tag haben wir nämlich der Zwillingsschwester der Basilika St. Peter und Paul vom Vyšehrad einen Besuch abgestattet – der Kirche der Hl. Ludmilla im Stadtteil Vinohrady. Zwillinge deshalb, weil sie den gleichen Baumeister haben, der seinen Stil beider Kirchen auch im Inneren fortgesetzt hat. Prädikat von beiden Kirchen: Sehenswert!

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Den direkten Blick gibt es aufs Rudolfinum an der Uferstraße.

Schirmherr des 1876 errichteten Gebäudes war Kronprinz Rudolf, der einzige Sohn von Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth (Sissi). Einige Jahre hat der Förderer der Künste mit seiner großen Liebe in Prag gelebt, bevor der Kaiser bestimmte, dass er die Tochter eines belgischen Königs zu heiraten hat.

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Aber nicht nur ihm ist dieser Name des Konzertgebäudes zu verdanken, einen Anteil hatte da auch Kaiser Rudolf II. Mehr könnt ihr in meinem Bericht zum Rudolfinum lesen.

Auch in nördlicher Richtung gibt es interessante

Blicke vom Letná-Park auf die Moldau in Prag

ergeben. Ich hab es ja in meinen Berichten schon mehrfach erwähnt – ich bin ein Wasserkind durch und durch. Nein, nicht zum Baden, sondern einfach zum aufs Wasser blicken, am Wasser entlang gehen, egal wo. Das sind für mich Kraftorte. So auf die Moldau blickend und beobachtend hätte ich lange dort oben stehen können.

Wer in Prag ist, lässt sich eine Moldau-Schifffahrt oft nicht entgegehen. Das zeigt der großen Andrang am Moldau Kai, von dem die großen Ausflugsboote ablegen. Ich will ja jetzt kein Spielverderber für solch ein Vorhaben sein, und damit ich ‚mitreden‘ kann, haben wir selbst eine Schifffahrt gemacht. Vermutlich wird nicht jedem mein Fazit dieser Fahrt freuen: Es war eine (für uns) enttäuschende Erfahrung und für dieses Geld hätten wir in Prag zweimal fürstlich essen gehen können.

Warum? Man schippert eine Stunde nördlich Richtung Holešovice inklusive einem Schleusengang – diese Zeit blieben wir unter Deck und genossen das Buffet, welches im Preis inklusive war. Ein Stück vor der Moldauschleife ging es wieder zurück (natürlich wieder mit Schleusengang) und weiter bis zur Karlsbrücke. Dann wurde umgedreht, und es ging zurück zum Anleger. Viel von den Sehenswürdigkeiten (außer der Blick zur Prager Burg und der Karlsbrücke) hat man nicht. Die kann man mit kurzen Wegen, direkt von der Altstadt besser sehen.

Der nächster Test für meinen Reiseblog wird bei unserem nächsten Aufenthalt in Prag eine kleine Schiffs-Rundfahrt sein. Diese Schiffe legen bei der Karlsbrücke zu beiden Seiten ab. Bei der Fahrt ab dem Kreuzherrenplatz habe ich mir sagen lassen, wäre noch eine Erklärung der Sehenswürdigkeiten dabei. Aber Achtung! Vergleicht unbedingt die Preise.

Inzwischen sind wir beim

Prager Metronom im Letná-Park in Prag

angekommen. Im Mai 1991 kam diese riesige „Time Machine“ wie das Kunstwerk eigentlich benannt wird auf den großen Platz im Park. Viele Kunstwerke dürfen in Prag hinterfragt werden, so auch dieses überdimensionale Metronom.

Ursprünglich stand an dieser Stelle ein gigantisch großes Denkmal von Stalin, das nach seinem Tod dann 1962 mit einer Ladung Dynamit gesprengt wurde.

„Der Lauf der Zeit“ – dieses Symbol einer neuen Zeit, aber auch die Warnung die Vergangenheit nicht zu vergessen – das soll das Prager Metronom symbolisieren. Man darf sich hier aber das Metronom nicht als Taktgeber vorstellen, so wie es in der Musik den Takt vorgibt. In dieser Geschwindigkeit könnte sich der 25 Meter lange Zeiger gar nicht bewegen. 7 Tonnen wiegt das Gesamtkunstwerk, und auch wenn sich bei unserem Besuch der Zeiger keinen Milimeter bewegt hat – er kann sich aber in einem Kreisbogen von ca. 60° hin- und herbewegen. Das konnten wir bei der Schifffahrt beobachten.

Das Skaterparadies im Letná-Park in Prag

befindet sich auf der großen Freifläche beim Metronom.

Wo früher die kommunistischen Massenveranstaltungen mit oft mehr als einer halben Million Menschen stattfanden, vergnügen sich heute Skater. Die Besucher vorne beim Metronom bleiben aber (meistens) unbehelligt. Außer, wenn ein wagemutiger Skater den Versuch startet, über die lange Treppe neben der Plattform, nach unten auf den Weg zu skaten. Gefilmt von seinem Kumpel. Auweija, das hätte einmal ganz böse für einen Fahrradfahrer ausgehen können 🙈 Der wagemutige Kerl musste vom Board abspringen, das herrenlos die restlichen Treppen nach unten gedonnert ist. Just in dem Moment, als ein Radfahrer die Stelle querte. Dieser konnte noch stoppen. Vielleicht wäre es dann doch besser, sich auf der Freifläche auszutoben, auch wenn da der gewisse Kick dann fehlt?

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Wir haben auf einen ausgiebigen Bummel durch den Park verzichtet, denn auf uns wartet ja jetzt noch das Konzert in der zum Clementinum gehörenden Kathedrale St. Clemens. Deshalb verließen wir den Park über die riesige Freitreppe, die zu beiden Seiten unterhalb des Metronoms nach oben geht. Man kann sich an dieser Stelle vorstellen, wie die Paraden früher dort abgehalten wurden. Zum Glück gehört diese Zeit der Geschichte an.

Übrigens ist der komplette Bereich unter dem Platz mit dem Metronom unterkellert, ca. 10.000 m² die derzeit brach liegen.

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Am Rudolfinum vorbei sind wir langsam an der Moldau entlang Richtung Altstadt geschlendert. Da wir vor dem Konzert noch ein bisschen Zeit hatten, haben wir diese mit einem Espresso in unserem Lieblingscafé direkt an der Moldau überbrückt. Das Wasserkind (und die hoffnungslos romantische Seite) in mir, konnten sich von diesem Blick kaum losreißen.

Sonnenuntergang an der Moldau in Prag

Die Sonne verzog sich langsam über die Halbinsel Kampa, über den Berg Petřín, und hüllte den Aussichtsturm in wunderschönes Abendlicht. Ebenso leuchteten die Kirchtürme von Kloster Strahov in der untergehenden Sonne.  Auch den Blick auf die Prager Burg hätte ich noch länger genießen können ….

Wer sich am Abend an diesem Plätzchen an der Moldau aufhält, der kann den Moldau-Bibern bei der Abendtoilette zuschauen und wie sich die Möwen zur Abendfütterung bereit machen. Weniger schön fand ich allerdings den vielen Müll, der sich am Sperrbalken ansammelt. Werden wir Menschen irgendwann ein bisschen gescheiter?

Trotzdem … ein wunderschöner Nachmittag neigte sich dem Ende zu, und ging über in einen herrlichen Konzertabend.

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