Der größte Platz in Prag befindet sich mit dem Karlsplatz (Karlovo náměstí) in der Prager Neustadt (Nové Město) und übertrumpft mit seiner Größe sogar den Wenzelsplatz in Prag.

Wir wollten ganz schnell unser Versäumnis von unserem Vorjahresaufenthalt im Juni 2020, jetzt bei unserem erneuten Besuch in Prag korrigieren. Da hatten wir die Prager Neustadt nur ganz kurz am Rand mit dem Wenzelsplatz gestreift. Viel zu viel stand in diesen 6 Tagen auf unserem Zettel. Bei unserem erneuten Aufenthalt im September/Oktober 2021 von vier Wochen Dauer, kam deshalb die Prager Neustadt ganz oben auf den Besichtigungszettel. Einen Tag nach unserer Ankunft, ging es dann direkt in die Prager Neustadt. Wir haben diesen Sonntag auch bewusst gewählt, denn die Innenstadt und Prager Burg, samt den HotSpots in Prag sind an den Wochenenden von Touristen gut gefüllt. Müssen wir ja nicht auch noch mittenrein, vor allem nicht zu Corona-Zeiten – deshalb in Richtung des ruhigeren Karlsplatzes.

Mit einem Besuch in der Neustadt ist es sowieso nicht getan. Dazu gibt es noch reichlich mehr zu entdecken, und die S-Bahn brachte uns immer wieder an verschiedene Stellen in der Prager Neustadt. Heute stand alles rund um den Karlsplatz auf dem Plan, deshalb kommt mit zu

meiner Entdeckungstour rund um den Karlsplatz (Karlovo náměstí) in der Prager Neustadt

die vor dem

Neustädter Rathaus in Prag

beginnt. Während sich die Menschmassen, besonders zur vollen Stunde wegen der Astronomischen Uhr, vor dem Altstädter Rathaus in der Prager Altstadt tummeln, kräht hier in der Neustadt so gut wie kein Hahn nach dem Rathaus. Finde ich irgendwie schade, denn es ist genauso sehenswert wie das ältere Amtsgebäude auf dem Altstädter Ring, das 1338 erbaut wurde. Da musste wohl erst Karl IV. kommen, mit den Intention, Prag zu DER Metropole schlechthin zu machen. Und so kam der vierte unabhängige Stadtteil Prags unter Karl IV. ab 1348 zu seinem Rathaus.

Wenn ihr übrigens beim Turm eine Ähnlichkeit mit dem Turm des Altstädter Rathauses erkennt, stimmt!
Noch mehr Fotos und Infos bekommt ihr in meinem Beitrag zum Neustädter Rathaus.
In keiner anderen Stadt habe ich soviele Denkmäler und Gedenktafeln gesehen, als in Prag. Richtig groß und auffallend ist

das Vítězslav Hálek-Denkmal vor dem Neustädter Rathaus

das ihr eigentlich fast nicht übersehen könnt, wenn ihr auf der Nordseite des Karlsparks, bzw. vor dem Rathaus steht. 1835 geboren, verstarb er 1874 als tschechischer Dichter, Schriftsteller, Dramaturg und Journalist in Prag.

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vítězslav hálek-denkmal neustaedter rathaus Prag 4102
st.joseph brunnen karlsplatz prag 4156

Auch an ihm,

dem St. Joseph Brunnen vor dem Neustädter Rathaus

kommt ihr vermutlich, nicht ohne einen Blick auf ihn zu werfen, vorbei.

1698 kam der herrliche Barockbrunnen vor das Rathaus.

st.joseph brunnen karlsplatz prag 0113

Bevor es mit meinem Rundgang weitergeht, bekommt ihr

ein paar Informationen zum Karlsplatz in der Prager Neustadt

1348 war es, Kaiser Karl IV. hatte das Sagen und die Idee, Prag zu DER böhmischen Metropole zu machen. Drei unabhängige Stadtteile gab es bereits, und die Altstadt, von einer Stadtmauer begrenzt, drohte aus allen Nähten zu platzen. Wohin mit den vielen Menschen, die sich dort ansiedeln wollten, und mangels Platz bereits ihre Lager vor der Altstadt aufschlugen. Kurzerhand schuf Karl IV. den vierten unabhängigen Stadtteil von Prag und wollte ihn natürlich so schnell wie möglich bebauen lassen. Jeder der sich um einen Platz bemühte, bekam ihm. Da gab es aber kein Gemauschel, das verbot der Kaiser. Ebenso gab es klare Vorgaben – innerhalb eines Monats nach Zuteilung musste mit dem Bau des Hauses begonnen werden, und 1,5 Jahre später hatte man fertig zu sein. Jeder der das einhielt, und da war es Karl IV. egal, ob das Christen oder Juden waren, gewährte er 10 Jahre steuerfrei ein.

Karl IV. gebot aber auch, dass alle Gewerbe die Dreck oder Lärm verursachen aus der Altstadt raus sollen und sich in der Neustadt ein neues Domizil suchen sollen. Ein Schelm ist, der schlechtes denkt, oder? Damit überließ er die Altstadt vornehmlich der ‚reicheren‘ Bevölkerung, denn die Neustadt wurde überwiegend von der ‚ärmeren‘ Bevölkerungsschicht der Handwerker besiedelt.

Das Herz der Neustadt wurde der Karlsplatz, der zu dieser Zeit aber der Viehmarkt (Dobytčí trh) genannt wurde. Erst 1848 wurde er nach seinem Erschaffer umbenannt. Karl IV. ließ diesen Handelsplatz mit einer Größe von 550 x 150 m anlegen. Lange Zeit durfte er sich als größter Platz Europas rühmen. An Top 1 steht er heute unter den Plätzen in Prag aber immer noch. Mit 56.000 m² ist er um einiges größer als der 45.000 m² große Wenzelsplatz, der ihm heute aber die zentrale Funktion abgenommen hat. Da der Karlsplatz an Fernhandelsstraßen lag, wurden dort nicht nur Vieh, Fisch, Holz oder Kohle gehandelt, sondern im Mittelalter auch Sklaven. Zwei Querstraßen weisen mit ihren Straßennamen auch heute noch darauf hin, dass auch Getreide auf dem Platz gehandelt wurde.

Was Karl vielleicht noch nicht geahnt hatte, durften dann seine Nachfolger ausbaden. Denn es gab ja schon gewisse Standesunterschiede zwischen Alt- und Neustadt, die dann schlussendlich auch Grund für Auseinandersetzungen waren, die nicht friedlich abliefen.

Zwischen 1843 und 1863 wurde der Platz als Park umgestaltet. Hier könnte man sagen „Wenn Bäume reden könnten“ denn einige der Bäume im Park sind noch aus dieser Zeit erhalten geblieben. Auch wenn man sich mitten in einer Millionenstadt befindet – und das liebe ich neben vielem anderen in Prag – an allen Ecken hat die Stadt dafür gesorgt, dass es viele Grünflächen gibt. Erst neulich habe ich in einem Bericht gelesen, dass die Stadt wieder zigTausende neuer Bäume pflanzen möchte. Willkommen bei den schon über 300.000 Bäumen in Prag.

Der Karlspark in der Prager Neustadt

ist so eine Ruheoase. Da saßen Menschen Bücherlesend auf den vielen Parkbänken. Ach übrigens, auch in keiner anderen Stadt habe ich soviele Menschen mit Bücher in der Hand angetroffen. Selbst an den Haltestellen wurden da noch ein paar Zeilen gelesen, in der S-Bahn oder Metro dann sowieso.

Der Park ist in zwei Teile gegliedert, vom Rathaus aus gesehen müsst ihr dabei über zwei (gut befahrene) Straßen, bevor ihr in die grüne Oase kommt. In der Mitte des Parks wurde 1881 eine Fontäne gesetzt, umsäumt von vielen Parkbänken. Schaut mal – schön, gell …

Ein Park ist doch der perfekte Ort für Denkmäler, die ihr hier verstreut über den Park findet.

Das Denkmal der Karolína Světlá im Karlspark in Prag

Sie hat der gleichen Autorengruppe angehört wie auch Vítězslav Hálek, den ihr ja vor dem Neustädter Rathaus antrefft. Diese Gruppe hat das Aufblühen der tschechischen Literatur gefördert. Die Schriftstellerin wurde 1930 in Prag geboren, wo sie 1899 auch verstarb. Selbst als sie ab 1878 durch eine Augenerkrankung nicht mehr selbst schreiben konnte, diktierte sie kurzerhand ihre Texte. Wichtig war ihr als Redakteurin auch das Thema „Die Stellung der Frau in der Gesellschaft“, das sogar Bedřich Smetana dazu veranlasste, eine ihrer Erzählungen als Vorlage für seine Oper zu nehmen.

Ich kann ihren Gesichtsausdruck da oben auf ihrem Sockel aber nicht so richtig deuten.

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Er ist mir am Rand des Parks aufgefallen

das Denkmal von Jan Evangelista Purkyně im Karlspark in der Prager Neustadt

der sich ab 1869 sogar Ritter von Purkyně nennen durfte. Er war ein österreichischer Physologe, Histologe und Philosoph.

Wenn ihr über ihn, seine Arbeit und seine Ideologie mehr wissen möchtet, dann klickt einfach HIER auf den Link.

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Übrigens kommt ihr ganz bequem mit der Metro der Linie B zum Karlsplatz. Karlovo náměstí nennt sich die Metro-Station im Untergrund, aber auch die Haltestelle der S-Bahn.

Ich bin inzwischen an der

Kirche des Hl. Ignaz (Kostel sv. Ignáce) in der Prager Neustadt

angekommen, die ihr an der Ostseite des Karlsplatzes findet. Ja, Inge und ihre Kirchen – ihr kennt es sicher schon von den unzähligen Beiträgen auf meinem Reiseblog. Seit ein paar Jahren haben wir ein Faible für Kirchenbesichtigungen entwickelt, vor allem in Prag. Diese Pracht in den Kirchen hier in Prag ist unbeschreiblich schön.

Wie ihr vielleicht in meinem Bericht zum Clementinum schon gelesen habt, holte Kaiser Ferdinand I. den Jesuitenorden nach Prag. Auch in der Neustadt siedelte sich der Orden an, der insgesamt drei Niederlassungen in Prag hatte. 1658 wurde mit dem Klosterbau begonnen, für den 23 Häuser samt ihren Gärten weichen mussten. Fast zehn Jahre wurde an dem frühbarocken Bau gearbeitet, der, so vermutet man, in Europa an Platz 3 stand. Kein Kloster ohne Kirche. So wurde 1665 mit dem Bau der ebenfalls frühbarocken Kirche begonnen. Dem Architekt Carlo Lurago begegnet ihr in Prag noch öfter, auch beim Clementinum und den beiden Kirchen St. Salvator und St. Clemens, die zu diesem Komplex gehören.

Nachdem der Jesuitenorden sich aufgelöst hatte, wurde das große Gebäude als Militärspital genutzt und blieb auch ab dem 19. Jahrhundert bei diesem Zweck. Kaiser Joseph II. entschied, dass dieses Gebäude zum neuen Zentralkrankenhaus werden sollte. Damit ist das Allgemeine Fakultätskrankenhaus auch heute noch eines der ältesten Krankenhäuser in Prag und eine der größten Unikliniken in Tschechien. Man sieht es dem Gebäude von außen aber nicht auf den ersten Blick an.

Wir hatten Glück und die Kirchentüre war geöffnet, was bei Prager Kirchen ja keine Selbstverständlichkeit ist. Aber dann – oh Schreck. Ich hatte gerade meinen ersten WOW Moment verdaut, da fiel mein Blick auf das durchgestrichene Kameraplakat. Ich nehme solche Hinweise sehr ernst, da ich keine Lust habe, mit meinem Hobbyblog eine Abmahnung zu riskieren. Weit und breit war auch niemand anwesend, den ich um eine Fotoerlaubnis hätte fragen können. Deshalb – so leid es mir tut, ihr müsst sie euch jetzt mit meiner Beschreibung einfach im Geiste vorstellen – oder sie direkt in Prag anschauen.

Hell ist sie, wunderschön hell und viele kleine Triumphbögen teilen das Langhaus von den kleinen Seitenkapellen ab, über denen sich ringsum eine Balustrade befindet. Natürlich alles in reichhaltigem Barock, bei dem auch meine geliebten Engelchen nicht fehlen. Weißer Stuck und rötlicher Marmor dominieren als Farben in der Kirche. Die Decke ist, nicht wie in vielen anderen Prager Kirchen, ohne Deckengemälde. Dadurch, und durch die Fenster an den Emporen wirkt sie sehr hell. Das Altarbild zeigt den Namenspatron der Kirche, und den Patron des Jesuitenordens, den Hl. Ignatius von Loyola. Die Kirche steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Dem Hl. Ignatius begegnet man auch an der Außenfassade, wo er, mit einem Strahlenkranz, seit 1671 das Geschehen auf dem Karlsplatz von hoch oben beobachtet.

Das zweite große Los habe ich nach Verlassen der Kirche gezogen, denn just in diesem Moment fing die Polizei vor der Kirche mit Kontrollen an. Da wollte ich natürlich nicht durch ständiges Fotografieren die Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Aber ich denke, mit diesen Fotos bekommt ihr einen ersten Eindruck, und findet bei eurem Besuch in Prag die Kirche auch.

Auf der Südseite des Karlsplatzes befindet sich ein Haus, an dem man mit einem Seitenblick vorbeigehen könnte. Wenn man denn nicht wüsste, dass man vor dem

Faust-Haus (Faustův dům) am Karlspark in der Prager Neustadt

steht. Es hat einen ganz besonderen Ruf, den sogar Google maps signalisiert, es soll eines der geheimnisvollsten Häuser in Prag sein. Kann man sich so auf den ersten Blick gar nicht vorstellen, wenn man vor dem rot/grauen Gebäude steht, das heute die medizinische Fakultät der Karlsuniversität beherbergt. Da wäre es ja jetzt wirklich interessant, wenn Steine reden könnten, was die zu erzählen hätten. In dem heutigen Barockbau soll nämlich ab 1590 ein Scharlatan gewohnt haben. Nicht lange, denn wegen Betrügereien wurde er per Haftbefehl verhaftet, und ins Gefängnis bei der St. Georgs Basilika auf der Prager Burg gebracht.

Wenn aber einmal ein gewisser düsterer Ruf anhängt, dann bleibt der. Da war der nächste Eigentümer, der dem Haus auch einen weiteren Namen gab, nicht unschuldig dran. Das Mladota Palais wurde es nach dem Besitzer Graf Mladota von Solopisk. Zu dieser Zeit war es doch recht sonderlich, dass einer im Haus physikalische und chemische Versuche durchführt. Der eine nennt es Erfinder-Versuche, die anderen glauben, dass es da mit dem Teufel zugeht. Wie es auch heute noch so ist, damals aber vermutlich noch viel mehr – der Katsch blühte. Und jeder macht ja eh noch seine eigene Story drum herum. So bot der Graf die Steilvorlage für die Sage von Dr. Faustus, die ihr in der Gänze HIER nachlesen könnt. Der, der seine Seele dem Teufel verschrieb und durch ein Loch in der Decke des Mladota Palais in die Hölle gefahren sein soll, hat jedoch wohl nie selber in diesem Haus gelebt.

Ich hoffe doch nicht, dass die Besucher der Apotheke, die hier ihren Platz hat, noch glauben … HokusPokus und dichte Nebelschwaden bei der Herstellung von Pülverchen und Tröpfchen. Das Haus war fest verschlossen, und mir blieb nur die Außenfassade.

 
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Zuerst dachte ich mit Blick rechts vom Faust-Haus, dieses wunderschöne Portal gehört noch zum Faust-Haus. Dem ist aber nicht so. Dieses Portal geht in den Kirchhof der

Kirche St. Johannes Nepomuk am Felsen in der Prager Neustadt

und war … tadaaa, natürlich verschlossen. Geöffnet nur zu den Gottesdienstzeiten. Von Kirche war hier noch weit und breit aber nichts zu sehen. Wo ist sie denn? Einmal um die Kurve bitte zur Straße Na Slupi, die südwärts weiter zum Vyšehrad führt. Eine Kirche nur ‚meinem Mukl‘ gewidmet. Wenn es sichtbar geworden wäre, hätten sich viele kleine Herzchen von mir zur Kirche bewegt. Hey, lacht jetzt nicht – ich hab ihn bei unserem Aufenthalt 2020 in mein Herz geschlossen, den Hl. Nepomuk, der im Veitsdom ein prachtvolles Grab hat und auf der Karlsbrücke einen Sonderstatus bei den 30 Brückenheiligen einnimmt. Man glaubt, wer seinen Finger an dem Relief bei seiner Statue reibt, dann bringt das Glück. Die Stelle ist blitzeblank.

Mein Muckl ist auch im Schwabenland allgegenwärtig – in der Schlosskirche auf Schloß Ellwangen hat ihn einer genauso wie ich in sein Herz geschlossen. In der Adelsloge ist er ganz groß als Relief an der Decke verewigt. Einige Meter weiter steht er ganz groß vor der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg. Ist doch ganz klar, dass die Kirche von ihm einen eigenen Bericht in meinem Reiseblog bekommt.

Kilian Ignaz Dientzenhofer hat die Kirche geplant, die ab 1730 dann gebaut wurde. Dientzenhofer begegnet euch in Prag auch in vielen anderen Objekten. Am Felsen? Wo? Das seht ihr dann wenn ihr vor der beeindruckenden Freitreppe steht – oder in meinem Bericht 😉

Direkt gegenüber der Kirche, und etwa 50 Meter vom Karlsplatz entfernt, gibt es noch etwas zu entdecken –

das Emmaus-Kloster (Emauzský klášter) in der Prager Neustadt

Ihr erkennt es, egal von wo ihr einen Blick über die Stadt habt, an den zwei modernen Türmen, die in den 60er Jahren Alt mit Neu ergänzen. Karl IV. hat das Kloster 1347 gegründet, als Zentrum slawischer Liturgie. Die Kirche dazu wurde 1372 eingeweiht.

Ich würde euch mit allem Wissenswertem zum Emauskloster hier erschlagen. Deshalb gibt es zum Kloster einen eigenen Bericht. Einen ersten Eindruck bekommt ihr mit den Fotos aber bereits hier.

Ausgebremst durch einige geschlossene Türen, hatten wir noch reichlich Zeit an diesem Nachmittag übrig. „Dann könnten wir doch noch ….“ Ihr kennt diesen Satz bestimmt schon aus vielen meiner Berichte. In Hamburg haben wir diesen Satz am ersten Tag unserer Stadtbesichtigung so richtig übertrieben. So weit die Füße tragen – irgendwann haben mir meine den Vogel gezeigt und waren kurz vor dem Streik. Aus Erfahrung wird man klug, oder so ähnlich 😉

prager neustadt 4386Da wir uns den Berg hinunter begeben haben, das, was wir aber noch anschauen wollten, gefühlt Kilometer entfernt aber wieder oben lag (dabei war es doch auch in der Prager Neustadt 😀 ) hat uns die intelligente App der Prager Verkehrsbetriebe signalisiert ‚Leute, ihr müsst nicht den Berg nach oben, da unten ist ne Haltestelle.‘ Da wir uns bereits bei Ankunft eine Monatskarte zugelegt hatten (wo des Schwäbles Herz richtig hoch geschlagen hat, weil Rentner gratis fahren, hey, da bin ich gerne Rentner in Prag!), haben wir uns in Prag fest vorgenommen, Wege zwischen Besichtigungspunkten werden einfach mit der S-Bahn überwunden. Sofern günstige Haltestellen vorhanden sind, daber die gibt es in Prag überreichlich.

Auch an einem Sonntag wartet man in Prag nicht lange auf die Beförderungsmittel. Wo man unter der Woche, und zu Hauptverkehrszeiten alle 1-2 Minuten in eine Bahn oder Bus hüpfen kann (ansonsten alle 3-4 oder 5 Minuten), wartet man an einem Sonntag auch nicht länger als 7-8 Minuten bis ein Verkehrsmittel kommt. Bequem ging es wieder zurück zur Haltestelle Karlovo náměstí, zu der Stelle wo der Karlspark in einem Teil endet und nach der Straße Resslova in den zweiten Parkteil übergeht. Von dort haben wir Richtung Moldau unseren ersten Ausflug in der Prager Neustadt fortgesetzt.

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