Die älteste Kirche vom Stadtviertel Oltrarno in Florenz ist die Kirche der Hl. Felicitas (Chiesa di Santa Felicita). Ihre Ursprünge reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Sie zählt damit mit der Basilika San Lorenzo zu den ältesten Kirchen in Florenz.

Kirchen- und Brückentag in Florenz, das prägt unseren heutigen Tag in unserem Besichtigungsprogramm. Nach unserem Besuch der Basilika Santo Spirito ging es mal kurz über die Brücken Santa Trinita und die berühmte Ponte Vecchio, um wieder im Oltrarno, im südlichen Teil von Florenz anzukommen.

Ich könnte salopp sagen, in Florenz findet man fast in jeder Straße eine Kirche, mal mehr, mal weniger groß. Nein, bei allen haben wir die Türen nicht geöffnet, und ganz ehrlich, irgendwann war der ‚Kirchenspeicher‘ dann auch gefüllt. Bei der Kirche Santa Felicita muss man dann doch ein bisschen aufpassen, dass man sie nicht übersieht. Und wie bei allen Kirchen in Florenz sollte man tunlichst auf die Öffnungszeiten der Kirchen achten. Manche, vor allem die ganz großen und bekannten Kirchen, und für die Eintritt zu entrichten ist, sind den ganzen Tag geöffnet. Aber auch manche kleineren Kirchen sind ganz großzügig und lassen sich den ganzen Tag besichtigen. Ganz viele haben jedoch über die Mittagszeit bis 16 Uhr geschlossen. Wir haben es nicht immer geschafft, eine Kirche komplett bei einem Besuch zu besichtigen, denn nicht nur die Mittagspause bremst Besucher aus, sondern auch Gottesdienste während den Öffnungszeiten.

Gerade noch rechtzeitig vor Schließung zur Mittagssiesta haben wir die Besichtigung von Santa Felicita geschafft. Die Kirche liegt etwas zurückgesetzt an der gleichnamigen Piazza, verdeckt von den Tischen der Außengastronomie und kleinen Verkaufsständen. Wenn man aber von der Ponte Vecchio die Via del Guicciardini in Richtung Palazzo Pitti geht, und mit dem Blick von der Ponte Vecchio den Vasari-Korridor verfolgt, dann kann man sie fast nicht übersehen. Kommt jetzt mit zu

meiner Besichtigung der Kirche der Hl. Felicitas (Chiesa di Santa Felicita) in Oltrarno in Florenz

die gleich mit der Erklärung beginnt, was es denn mit dem

Vasari-Korridor an der Chiesa Santa Felicita

auf sich hat. Er ist nach seinem Architekt Giorgio Vasari benannt, der seit 1554 für die Medici tätig war. Die Familie de Medici hatte zwei Hauptzentren in der Stadt, in denen sie sich aufgehalten haben. Das war der Palazzo Vecchio, der große Stadtpalast an der Piazza Signoria in der Altstadt, in dem die Regierungsgeschäfte getätigt wurden. Nach Feierabend ging es in den Familienpalast, der auf der anderen Seite des Arno, in Oltrarno, lag. Man kann sich vorstellen, dass die Herrschaften diesen Weg nicht unterm Volk über die Ponte Vecchio gingen. Das war ja zu dieser Zeit auch nicht ungefährlich, denn nicht jeder war der Familie zugetan.

Großherzog Cosimo I. hat dann 1565 den Architekt mit dem Bau eines überdachten Korridors von einem Palast zum anderen beauftragt. Keine leichte Aufgabe für den Baumeister, denn die Ponte Vecchio gab nun mal die Breite vor. Also ging er in die Höhe.

Im ersten Stock bei den Uffizien ging der Weg los, bis zur Brücke auf Mauerbögen, um dann über den Häusern auf der Ponte Vecchio zur anderen Seite zu kommen. War, wie auf der Brücke ein Verteidigungsturm im Weg, wurde aufgrund Zeitmangels einfach drum herum gebaut. Direkt an der Kirche führt der Vasari-Korridor entlang.

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Die Außenansicht der Kirche Santa Felicita in Florenz

kommt in meinem Bericht etwas dürftig daher. Um genauer zu sein – außer dem Beitragsbild ganz oben gibt es nix. Das war meinem Anspruch an keinem ’schmückenden Beiwerk‘ von Menschen auf meinen Fotos geschuldet. Und der konnte zur Mittagszeit in keinster Weise erfüllt werden. Die Menschen hatten das natürliche Bedürfnis zur Mittagszeit zu speisen, es war ein Gewusel auf der Piazza, ich hab es erst gar nicht probiert, da was gescheites mit meiner Emma zu zaubern. Deshalb geht es gleich weiter zur

Innenansicht der Chiesa di Santa Felicita in Florenz

die wie es meist bei meinen Kirchenbesuchen erstmal im Gesamteindruck gibt.

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Bevor es zur Detailansicht in der Kirche geht, gibt es

ein bisschen Geschichte zur Entstehung der Kirche Santa Felicita in Florenz

und die geht richtig weit zurück. Es war die Zeit, als sich im 2. Jahrhundert syrisch-griechische Kaufleute südlich des Arno angesiedelt haben. Da die kleine Siedlung an römischen und etruskischen Händlerstraßen lag, wird vermutet, dass diese Händler das Christentum in die Region brachten und eine kleine Kirche erbaut haben. Da dieser Platz außerhalb der Stadtmauern lag, durfte um die Kirche ein Friedhof angelegt werden. Dafür spricht, dass Grabsteine gefunden wurde, die bis ins Jahr 420 zurückgehen.

Urkundlich belegt ist sie aber erst im 11. Jahrhundert, als die Kirche erneuert oder vergrößert wurde. Die kleine Kirche erlebte in der Folgezeit mehrere Umbauten und aus einer romanischen Kirche wurde zunächst eine gotische Kirche, bis dann 1736 durch den Architekt Ferdinando Ruggeri eine Barockkirche entstand. Es hat aber noch ein berühmter Baumeister in der Kirche seine Handschrift hinterlassen. Dazu später mehr.

Da die Kirche am Laufweg, hmm .. man sagt der der Vasari-Korridor soll so breit sein, dass auch ein Pferdegespann dort fahren konnte, also am Weg der großherzoglichen Familie lag, wurde die Kirche im 16. Jahrhundert zur großherzoglichen Pfarrei erklärt. Es war ja auch praktisch, dass die Familie ungesehen auf

die Empore für die großherzogliche Familie de Medici in Santa Felicita

konnte, um dem Gottesdienst beizuwohnen.

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Mein nächster Blick in der einschiffigen Kirche geht zum

Hauptaltar in der Kirche Santa Felicita in Florenz

Es war in den Florentiner Kirchen üblich, dass man sich in die Kirche ‚eingekauft‘ hat. Sei es, dass man damit einen Ablasshandel pflegte und eine Ruhestätte hatte, oder – weil es bei den ‚Großen der Stadt‘ einfach dazugehörte. Vermutlich beides, denn die Hauptchorkapelle sponserte die Familie Guicciardini, wo der 1540 verstorbene Franceesco Guicciardini vor dem Altar seine letzte Ruhe fand.

Als ich mir dessen Vita angeschaut habe, ging meine Stirn in Falten, oh Heiligs Blechle, da hat sich jemand einen großen Ablass erkauft. Man muss sich vorstellen, dass in Florenz zumeist die Oligarchie die Staatsform war. Zwar hat das Volk immer wieder versucht, dagegen zu rebellieren, manchmal über kurze Zeit mit Erfolg, aber meist gaben wenige den Ton an, wo es lang geht. Ohne Revolte konnte man dieses System, das an die nächsten Familienmitglieder weitervererbt wird, nicht brechen. Guicciardini stand ab 1516 beim Papst Leo X. (aus dem Hause Medici) in Diensten. DER Medici, der 1512 in Prato (nördlich von Florenz) die republikanische Regierung stürzen wollte, und in Prato deshalb 1500 Menschen in den Tod schickte. Damit Florenz nicht das gleiche Schicksal ereilte gingen sie auf Bedingungen ein, eine davon hatte die Konsequenz, dass die Medici-Familie wieder an die Macht kam.

Bei den Medici-Päpsten war er in hohen Funktionen tätig, sah hinter den Kulissen wie ein Papst seine Macht missbrauchte und bekehrte sich zum Luthertum. Trotzdem blieb er in der katholischen Kirche, schlimmer noch, weiterhin als treuer Ergebener des Papstes. Ich würde seine Art sich zu verhalten ganz salopp so beschreiben: Wie ein Fähnchen im Wind redet man dem nach dem Schnabel, der mir nützlich ist, egal wie ich privat darüber denke. Bei der Belagerung von Florenz musste er, wie die Medici, aus der Stadt fliehen. Als die neue Republik wieder gestützt war, führte er seinen Auftrag, die Einwohner Florenz zu bestrafen, wohl mit grausamer Härte durch. Als er Berater von Cosimo, der noch nicht mündig war, werden wollte, wurde er von ihm aber entlassen. Schluss wars mit diplomatischen Ämtern. Ansehen bekam er dann durch die von ihm verfasste „Storia d’Italia“. Naja, doch nicht so, denn in seinem nüchternen, aus der Distanz und doch als Insider beschriebenen Geschichtswerk, wurden ihm dann im 19. Jahrhundert einige gravierende Fehler nachgewiesen. Ja, es ist doch immer wieder spannend, wer als Gönner von Kirchenkapellen steht. Ganz groß, und egal wo, es darf nicht fehlen, das Wappen des Spenders über der Kapelle.

Ludovico Cigoli war für die Gestaltung der Hauptchorkapelle verantwortlich. Er war es, der 1610 damit den Barockstil in Florenz eingeführt hat. Die Anbetung der Hirten verbirgt sich hinter dem geschmückten Altaraufbau. Gut sichtbar ist dagegen das Deckengewölbe. So um 1620 bemalte es Michelangelo Cinganelli mit Szenen der Krönung der Jungfrau Maria, umringt von Märtyrern u.a. auch der Hl. Felicita.

Wie meist in den Florentinischen Kirchen hat auch diese Kirche die Form eines Kreuzes, und neben der Hauptchorkapelle befinden sich rechts und links daneben weitere Kapellen.

Die Seitenkapellen in der Kirche Santa Felicita in Florenz

entsprechen alle nicht meiner typischen Vorstellung einer Hochbarockkirche. Ging es in Florenz ansonsten nicht gerade ’sparsam‘ bei der Gestaltung zu, fehlt mir hier gänzlich das, was der Barockzeit überreichlich zugeschrieben wird. Okay, es müssen ja nicht immer 50 Engel auf engstem Raum schweben, so wie in der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg in meiner Heimat, aber so ein bisschen was? Ja, manchmal ist weniger vielleicht eben mehr.

Die Seitenkapellen rechts neben der Hauptchorkapelle

bekommen leider nur einen Blick von der Absperrung aus.

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Die Seitenkapelle im linken Querschiff in Santa Felicita

hat einen Altar, der fast noch schöner ist, als der in der Hauptchorkapelle. Er ist aus Marmor, und wenn man aufmerksam die beiden Tabernakel auf den beiden Altären anschaut, Kuppeln in klein, wie man sie in groß so gut wie in allen Kirchen in Florenz findet. Das Altarbild wurde so um 1677 gefertigt und zeigt Mariä Himmelfahrt mit den Hl. Katharina von Siena und Margherita da Cortona. ‚Emma‘ hat den Altar ein bisschen näher rangeholt.

Die Seitenkapellen im Langhaus von Santa Felicita

sind eher Nischen, auf jeder Seite drei.

Die rechte Seite widmet sich in zwei Altären dem Leben der

Namenspatronin der Kirche Santa Felicita, die Hl. Felicita

die, so wird in einer Legende überliefert, eine christliche Witwe mit sieben Söhnen war. Die einen sagen zur Zeit von Mark Aurel, die anderen sprechen von Kaiser Antoninus. Auf barbarische Weise wurden die Brüder zu Tode gefoltert, weil sie sich weigerten Schweinefleisch zu essen – so die Überlieferung.

In einem Altarbild beschwört Felicitas ihre Söhne, standhaft zu bleiben, auch wenn es ihnen das Leben kosten würde. Sie selbst war die letzte, die dann ebenfalls mit ihrem Leben bezahlte. In einem weiteren Altarbild auf dieser Seite wird das Martyrium der Söhne inmitten von der Hl. Felicitas dargestellt.

Auf der linken Seite sind die Altargemälde so ab 1680 entstanden. Unverkennbar auf einem der Hl. Sebastian.

Nicht wie sonst üblich gegenüber dem Altar, ist die

Orgel in der Kirche Santa Felicita in Florenz

sondern meist an der Seite des Kirchenschiffes. Und von wegen nur eine große, in fast allen Kirchen waren mehrere kleinere Orgeln verteilt. Hier in der Kirche der Hl. Felicitas stehen sich die Orgeln im Langschiff gegenüber.

Unter beiden Orgeln befinden sich größere Seitenkapellen. Ein Altar ziert ein Kruzifix so von 1520, auf dem anderen steht die Muttergottes.

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Mein Hans-guck-in-die-Luft kann ohne einen Blick zur

Decke in der Kirche Santa Felicita in Florenz

nicht aus der Kirche 😉 Bei diesem Blick war ich doch sehr überrascht, denn diese bläulich-grauen Elemente ohne jeglichen Schnick-Schnack deuten nicht unbedingt auf die Barockzeit. Für mich ist es der Stil des großen Baumeisters Brunelleschi, der diese Art im 15. Jahrhundert bei seinen Bauten eingeführt hat, so in der „Alten Sakristei“ von San Lorenzo. 

Ihr seht, eine unscheinbare Kirche von außen, bietet im Inneren einige Schätze. Und das ist noch nicht alles. Auf dem Weg zu zwei wunderschönen Kapellen gibt es noch ein paar

Detailblicke in der Kirche Santa Felicita in Florenz

Es sind so ‚Kleinigkeiten‘ die mir beim Gang durch eine Kirche auffallen.

Das Beste kommt am Schluss? Wie man es sieht, oder am Eingang 🙂
Direkt neben dem Eingang ist

die Kapelle Barbadori (Capponi-Kapelle) in der Chiesa Santa Felicita in Florenz

Hier erkennt man in der

Kuppel der Kapelle Barbadori

die Handschrift von Brunelleschi, von dem vermutlich die Planungen stammen. Brunelleschi, verantwortlich für die Kuppel des Florentiner Doms, war Architekt, Bildhauer und Ingenieur und auch Erfinder von Maschinen. Ohne seine Erfindung eines großen Holzkrans wäre der Kuppelbau am Dom nicht möglich gewesen. Auf Brunelleschi geht auch die Entdeckung der Zentralperspektive zurück, so wie man sie bei den Kirchen Santo Spirito und San Lorenzo sieht. Steht man in diesen Kirchen am Ende des Kirchenschiffs, hat man das Gefühl, dass die Säulen vorne in einem Punkt zusammenlaufen. Beim Umbau der Kirche wurde die Kuppel etwas reduziert, blieb aber trotzdem weitgehendst so erhalten wie er sie geplant hat.

1420 gab Bartolomeo Barbadori Brunelleschi den Auftrag die Familienkapelle zu errichten. Pontormo, benannt nach seinem Geburtsort, war ab 1508 in der Schule der großen Künstler in Florenz. Er bekam viele Aufträge von der Familie de‘ Medici. Ihr werdet ihm bei unserem Ausflug in die Sommervilla der Medicis noch begegnen. Er hat 1525 in der Kapelle mit der „Kreuzabnahme“  ein Meisterwerk geschaffen. Farbenfrohe Gewänder und Körper vermischen sich ohne jegliches weitere Beiwerk.

Die vier Evangelisten versammeln sich um die Kuppel. Das wunderschöne Fenster stammt von 1526. Mit den Fotos ist es so ne Sache, die Kapelle war durch ein hohes Gitter abgeschirmt.

1487 wanderte die Kapelle an Paganelli (Sänger und Komponist) weiter, um dann 1525 Eigentum der Familie Capponi zu werden. Deshalb wird sie auch Capponi-Kapelle genannt. 1722 wurde die Kapelle restauriert.

Nur diese Kapelle auf einer Seite ging wegen der Stabilität mit dem Anbau des Vasari-Korridors nicht. Also gab es auf der gegenüberliegenden Seite

die Kapelle Canigiani in der Kirche Santa Felicita in Florenz

1589 gab Giovanni d’Antonio Canigiani den Auftrag zu Ehren der Himmelfahrt Marias für die Kapelle links vom Eingang der Kirche. Canigiani war einer der wichtigsten Berater von Cosimo und Lorenzo de‘ Medici. Vom Papst wurde er sogar zum Ritter erhoben.

An der Wand unterm Fenster wurde 1589 „Das Wunder von Santa Maria della Neve“. Das Schneewunder soll sich einer Überlieferung zufolge auf dem Esquilin, einem der sieben Hügel Roms in der Nacht zum 5. August 358 zugetragen haben. Die Gottesmutter soll dem Römer und seiner Frau im Traum versprochen haben: Ihr bekommt einen Sohn, dafür erbaut ihr aber an der Stelle, an der am nächsten Morgen Schnee liegt, mir zu Ehren eine Kirche. Auch der Papst hatte diesen Traum. Am Morgen des 5. August lag auf dem Hügel Schnee.

Das Altarbild zeigt die Himmelfahrt Marias, die Kuppel ziert ein wunderschönes Fresko mit der Heiligen Dreifaltigkeit, die aber erst so um 1739 geschaffen wurde.

Puh, das war knapp. Kaum waren die letzten Fotos geschossen, gingen bei den Hauptchorkapellen und dann bei den beiden letzten Kapellen die Lichter aus. Ein Zeichen dafür, bitte liebe Besucher verlasst die Kirche, es ist Mittagspause.

Zukünftig haben wir uns immer zuerst dem Inneren einer Kirche gewidmet, um dann erst die Außenansichten zu fotografieren. Man lernt ja wirklich dazu. Den letzten Blick, bevor sich dann auch die Gittertüren schlossen, galt dem

Grabmal von Arcangela Paladini bei der Kirche Santa Felicita in Florenz

Als Tochter eines florentinischen Malers war sie schon in jungen Jahren ein Tausendsassa. Singen, Malen oder Gedichte verfassen sind nur ein Teil ihres Könnens, das auch den Medici nicht verborgen blieb. Vor allem nicht der Großherzogin Maria Maddalena de‘ Medici, einer Schwester von Cosimo II.. Maria Maddalena, nur ein Jahr jünger als Arcangela lernte diese im Kloster kennen, wo die junge Künstlerin aufwuchs. Aber auch die Großherzogin lebte dort neben dem Convento della Crocetta. Das Kloster ist heute Nationales Archäologisches Museum und liegt an der Piazza Santissima Annunziata. Denn sie kam behindert auf die Welt und konnte sich in den extra für sie umgebauten Räumen gut bewegen.

Die Großherzogin wurde zur größten Wohltäterin von Arcangela Paladini, die auf deren Vorschlag mit 17 Jahren einen Wandteppichhersteller aus Belgien heiratete. Die Künstlerin verstarb im Alter von nur 23 Jahren, die Großherzogin im Alter von 33 Jahren. Das Grabmal hat sie zu Ehren der Künstlerin, die dort ihre letzte Ruhe fand, in Auftrag gegeben. Eine Büste zeigt die Verstorbene, die Allegorien verweisen auf ihre Kunst.

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grabmal Arcangela Paladini kirche santa felicita florenz 8130

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