143 Meter über der Mosel bietet der Aussichtsturm Prinzenkopf auf dem Zeller Hamm eine gigantische Sicht nach allen Seiten.

Schon von der Marienburg war er in nicht weiter Ferne erkennbar, und diese Aussicht über die Mosel sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Klar, dass wir die 10 Minuten Fußweg oberhalb der Weinberge zum Turm nicht ausließen. Mit einer Gesamthöhe von gut 27 Meter wurde 2009 der Turm in seiner jetzigen Form für die Besucher geöffnet.

Seinen Namen hat der Turm von einem Besuch des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm IV., der 1818 bei einem Besuch an der Mosel hier unter einer provisorischen Laube ein Frühstück einnahm. Ab 1888 diente ein ausrangierter Vermessungsturm als erster Aussichtsturm, der 1899 von einem Steinturm abgelöst wurde.Ein pfiffiger Bürger aus Alf übernahm die Bewirtschaftung und für 25 Pfennige konnte man die Aussicht vom Turm genießen. Tragischerweise wurde er beim Einholen der Fahne am Pfingstmontag 1903 vom Blitzschlag getötet. Bei den Angriffen 1944 auf die Eisenbahnbrücke bei Bullay wurde die Besichtigung eingestellt. Im März 1945 fiel der Turm dann durch Sprengungen.

Mit 113 Stufen nach oben war für diesen Tag dann mein kleines Sportprogramm auch erfüllt 🙂

Oben angekommen musste ich diese Aussicht erstmal auf mich wirken lassen. Wunderschön ist der Blick auf die Marienburg auf dem Zeller Hamm. Die Mosel verengt hier den Berg auf weniger als 300 Meter und wird von beiden Seiten von der Mosel umflossen. Linkerhand der Mosel liegt das langezogene Städtchen Zell, rechts der kleine Weinort Briedel.

Mein Blick wandert rechtsseitig weiter über Pünderich zum Reiler Hals mit dem herrlichen Viadukt der Kanonenbahn.

Im Uhrzeigersinn geht mein Blick weiter – zur Burg Arras. Wir haben diese Höhenburg aus dem frühen 12. Jahrhundert nicht besichtigt. Aber was nicht ist, kann ja sicher noch werden. Denn mit Sicherheit steht die Mosel einmal wieder auf unserem Reiseprogramm.

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Bevor mein Blick wieder an der Doppelschleife der Mosel ankommt, sieht man noch zu den kleinen Städtchen Alf bis St. Aldegund moselabwärts.

Eine ganze Weile bin ich noch dort oben gesessen und habe die Aussicht genossen. Eine klare Empfehlung, wenn ihr an der Mosel seid.

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Dieser Blick fällt auf Bullay mit seiner markanten Doppelstockbrücke der Kanonenbahn. Über die Kanonenbahn könnt ihr in einem anderen Beitrag mehr erfahren.

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