Die Renaissance-Kirche San Sebastiano liegt im Sestiere Dorsoduro in Venedig am gleichnamigen Rio. Sie beherbergt viele Werke von Paolo Veronese.

Hauptsächlich wollten wir heute im südlichen Bereich von Dorsoduro in Venedig unterwegs sein. Seit wir die Vorzüge von Langzeitreisen entdeckt haben, geht es bei den Besichtigungen etwas gemütlicher her. Hmm … oder auch nicht, ich fühle im Geiste das augenrollende Veto meines Mannes. „Gugg da ist auch noch eine offene Kirche“ … „oh, sieh mal da“ – außerdem darf er in schöner Regelmäßigkeit an den kleinen Brückchen auf mich warten. Er trägt es mit Humor. Venedig bietet da einfach zu viele verschiedene wunderschöne Fotomotive. Ein Kanal ist gleich wie alle anderen, gilt hier überhaupt nicht. Jeder bietet verschiedene Motive. Und da sind dann noch die vorrecherchierten Ziele in dem jeweiligen Viertel, die wir nach Möglichkeit besuchen wollen. Das ist bei den Kirchen nicht immer ganz klar. Nicht immer sind die Kirchentüren den ganzen Tag geöffnet. Wir durften schon in Florenz im Frühjahr 2022 feststellen, hat eine Kirche eine Mittagspause, dann bestimmt sie diese Zeit selber. Einheitllich gibt es da nicht. Tja, wenn es dann mal wieder länger dauert. 😊

Da wir uns bereits daheim den Chorus Pass Venedig gekauft haben, lag es aber nahe, dass wir doch die über 15 Kirchen, die dort beinhaltet sind, besuchen. Bis auf 3 Kirchen, die uns wegen Mittagspause nicht reinließen, haben wir sie auch alle geschafft. Die Chorus Vereinigung Venezia hat sich zum Ziel gesetzt, das künstlerische und historische Erbe der Kirchen zu erhalten und zu pflegen. Die Einnahmen aus dem Chorus-Pass kommen dem Erhalt der Kirchen zugute. Die Liste der Kirchen seht ihr HIER. Wir haben den Kombi-Pass, Kirchen und Museen gekauft. Somit hatten wir gleich den Eintritt wie z.B. im Dogenpalast dabei. Wollt ihr nur einzelne Kirchen aus dieser Auflistung besuchen, so kann man je Kirche ca. 3 € Eintritt rechnen. Eintritt darf man aber auch noch für einige weitere Kirchen, die nicht dem Chorus-Pass angehören, entrichten.

Insgesamt finde ich tatsächlich alle von uns besuchten Kirchen in Venedig, und das waren weit mehr als nur die aus dem Chorus-Pass, wirklich sehenswert. Nach welchen Kriterien da ausgewählt wurde – keine Ahnung. Anhand der unsagbaren Schätze und des Alters der Kirchen finde ich es aber absolut in Ordnung, dass zur Erhaltung dieser Obolus entrichtet werden soll. Kostengünstiger ist es da in Rom, kein Eintrittsgeld für den Besuch der Kirchen. Kommt jetzt mit zu

meiner Besichtigung der Chiesa San Sebastiano in Venedig

die ihr relativ einfach finden könnt. Wollt ihr mit dem Vaporetto in die Nähe der Kirche, dann nehmt die Linien 5.1 oder 2 und steigt bei der Haltestelle San Basilio aus. Am Rio San Sebastiano geht ihr Richtung Canal Grande, am Fondamente San Sebastiano über die Brücke und schon steht ihr vor der Kirchentüre.

Die Außenansicht der Kirche San Sebastiano in Venedig

ist ein bisschen schwierig, im Ganzen einzufangen. Schaut sie euch einfach vor Ort selber an 😉 Was man aber ganz klar erkennt ist, wem diese Kirche geweiht ist. Okay, natürlich nur, wer sich bei den Heiligen auskennt und weiß, dass der Hl. Sebastian mit Pfeilen durchbohrt dargestellt wird. So steht er ganz oben auf dem Kirchenfirst. Begleitet wird er vom Hl. Hieronymus, der mit der Geschichte der Kirche, bzw. mit dem damaligen Orden zu tun hat, und von Katharina aus Alexandrien.

Von der äußeren Schlichtheit der Kirche, kann man nicht auf das Innere schließen. Das habe ich bereits in Florenz mehrfach erkennen dürfen. Heiligs Blechle – der Ausruf einer Schwäbin der Bewunderung, und wenn mir manchmal die Worte fehlen (ja, das kommt bei mir auch ab und an mal vor) – so steh ich da gleich nach der Türe. Warum? Seht selber,

meine Innenbesichtigung der Kirche San Sebastiano in Venedig

die gleich, und wie immer bei meinem Kirchenberichten mit der

Innenansicht der Kirche San Sebastiano in Venedig

beginnt. Die ist leider nicht wie sonst bei mir üblich, zu viel ’schmückendes Beiwerk‘ in Form von Menschen sind mir für ein komplettes Gesamtbild im Weg gewesen. Und das möchte ich, so gut es geht, auf meinen Fotos vermeiden. Aber der erste Eindruck lässt sich auch so ganz gut vermitteln.

innenansicht kirche san sebastiano venedig 8581
innenansicht kirche san sebastiano venedig 8507

Bevor ich mir die Kirche im Detail anschaue, bekommt ihr

ein bisschen Baugeschichte zur Kirche San Sebastiano in Venedig

Da gehen die Ursprünge zurück ins Jahr 1393 als an dieser Stelle ein Hospiz gegründet wurde. Drei Jahre später kam ein Kloster dazu und ein kleines Oratorium, das aber viel zu schnell vergrößert werden musste. 1455 mussten die kleinen Gebäude weichen, und eine größere Kirche wurde gebaut. Da auch Venedig nicht von der Pest verschont wurde, wurde zum Dank an die Überlebenden der Epidemie die Kirche dem Hl. Sebastian geweiht.

1506 beauftragte man Antonio Abbondi, bekannt als Scarpagnino, mit dem Bau der Kirche, so wie man sie heute sieht. Scarpagnino werdet ihr in Venedig in einigen Werken begegnen. Der Baumeister hatte genug zu tun in Venedig, seiner einzigen Wirkungsstätte. Noch während der Bauzeit der Kirche wurde er nach einem Brand am Rialto beauftragt, das ganze Marktviertel neu aufzubauen. Ebenso bekam er in dieser Zeit den Auftrag in der Scuola Grande di San Rocca das imposante Treppenhaus zu errichten. Das ist eine Glanzleistung geworden.

1548 war die Kirche San Sebastiano dann fertiggestellt. Eine Hülle braucht auch ein würdiges Inneres, aber wenn sich zwei streiten, dann kann der dritte nicht mit der Arbeit beginnen. Es brach nämlich ein Streit zwischen Venedig und Rom aus, wer denn nun kirchliche Ämter besetzen darf. Wer hat da jetzt das Sagen? Huch, das Gerangel kommt mir bekannt vor, bei der Kirche San Trovaso waren die sich da auch nicht einig. 1553 einigten sich die Parteien dann endlich, und Paolo Veronese konnte mit seiner Arbeit beginnen. 1562 wurde die Kirche schließlich geweiht.

Und jetzt schaut, was bei der Innengestaltung der Kirche herausgekommen ist.

Die Decke der Kirche San Sebastiano in Venedig

bekommt meinen ersten Blick. Die Kassettendecke der einschiffigen Kirche ist mit Werken von Paolo Caliari, genannt Il Veronese ausgeschmückt. Über ihn, der den größten Teil der Kirche mit seinen Gemälden ausgestattet hat, konnte ich im Internet nachlesen, dass seine Werke in San Sebastiano der Sixtinischen Kapelle in Rom gleichgesetzt wurden. War es in Rom Michelangelo, der da seine Spuren hinterließ, so sagt man dies Il Veronese in Venedig nach. Okay, ganz nüchtern betrachtet, und ohne diese Meisterwerke schmälern zu wollen, aber der Vergleich mit der Sixtinischen Kapelle (ich war dort und habe sie gesehen) ist schon sehr hoch gegriffen (meine Meinung).

Aber seine Gemäldezyklen haben Veronese, und damit auch die Kirche San Sebastiano berühmt gemacht. Und man kommt nicht drum herum, sich diese Bilder näher anzuschauen: In den drei

Deckengemälde „Entfernung der Vasti“ von Veronese

Deckengemälde „Ester, gekrönt von Ahasveros“

Deckengemälde „Triumph des Mordechai“

stellt Veronese Szenen aus dem Buch Ester dar. König Ahasveros verstößt seine Frau, die Königin Vasti, weil sie sich geweigert hatte, an einem von ihm ausgerichteten Bankett teilzunehmen. Damit zeigt er klar, wer der Herr im Haus ist, und wer das Sagen hat. Eine neue Gemahlin muss her, und sämtliche Jungfrauen des persischen Reiches werden ihm vorgestellt. Er entscheidet sich für Ester, eine junge Frau aus jüdischem Haus. Auf Anraten ihres Cousin Mordechai, bei dem sie nach dem Tod der Eltern aufgewachsen ist, wird das aber dem König verschwiegen. Es wird Hochzeit gefeiert, aber dass die jüdische Abstammung irgendwann zum Problem wird, ist vorprogrammiert. Wollt ihr die ganze Geschichte lesen, dann klickt HIER.

Wer war Paolo Caliari - Il Veronese?

Paolo Veronese, geboren 1528 in Verona, gilt als einer der bedeutendsten Meister der Spätrenaissance, sowie der venezianischen Malerei und kann mit Tintoretto und Tizian auf eine Stufe gestellt werden.

veronese in der kirche san sebastiano venedig 8479Seinen Künstlername wählte Paolo Caliari nach seiner Geburtsstadt. Hier erhielt er seine erste künstlerische Ausbildung und war mit Altarbildern und Fresken in Verona beschäftigt. 1551 bekam er den ersten Kirchenauftrag aus Venedig, wo er dann 1553 zusammen mit anderen Künstlern an der Ausschmückung dreier Säle im Dogenpalast beschäftigt war. Die Art mit leuchtenden Farben seine Bilder zu malen, brachte ihm hohe Anerkennung und neue Aufträge. 1555 war er 15 Jahre lang mit der Ausmalung der Kirche San Sebastiano in Venedig beschäftigt. Die Gemälde zählen als sein Hauptwerk.

Seinen Hauptwohnsitz behielt Veronese, trotz anderer Aufträge in der Umgebung, in Venedig, wo er Mitte April 1588 verstarb.
In der Kirche, für die er seine berühmten Werke geschaffen hat, ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Seine letzte Ruhestätte, gemeinsam mit seinem Bruder hat er im Boden der Kirche gefunden.

Obwohl diese drei Gemälde die Decke dominieren, gibt es noch viele kleine Hingucker nach oben. In einzelnen Abschnitten und Medaillons werden Tugenden dargestellt, Engelchen sind zu sehen und alles mit Blumen und Früchten dekoriert.

Mein nächster Blick gilt dem

Hauptaltar in der Kirche San Sebastiano in Venedig

Auch das Altarbild stammt von Veronese und zeigt „Die Jungfrau Maria im Himmel mit dem Hl. Sebastian und den Heiligen Petrus und Franziskus. So um 1562 hat Veronese es gemalt.

Aus dem Leben des Hl. Sebastian

grab hl. sebastiano basilika san sebastiano rom 3274Sebastian (Sebastiano) war römischer Soldat und wurde zum Offizier der Leibwache der Kaiser Diokletian und Maximian in Rom ernannt. Es ist überliefert, dass er sich offen zum Christentum bekannt hat und notleidenden Christen geholfen hat. Das passte Kaiser Diokletian so gar nicht und er ließ ihn von Bogenschützen erschießen. In dem Glauben, dass die Schützen ihren Dienst gut verrichtet haben, ließ er Sebastian einfach liegen. Eine Witwe, die eigentlich seine Beerdigung vorbereiten sollte, merkte aber, dass er noch am Leben ist, und pflegte ihn gesund. Genesen kehrte er in seinen Dienst beim Kaiser zurück, und bekannte sich wieder zum Christentum.

Im Circus Maximus ließ ihn der Kaiser dann mit Keulen erschlagen, und um ganz sicher zu sein, dass er tot ist, ließ er ihn in die Cloaca Maxima werfen. Das ist der städtische Abflussgraben beim Tiber. Von dort wurde der Leichnam von Christen geborgen und in der Nähe der Via Appia in der Sebastian-Katakombe beerdigt. Über seinem Grab wurde im 4. Jahrhundert die Kirche San Sebastiano fuori le mura (außerhalb der Mauern) errichtet.

Früher trug man als Schutz gegen die Pest die sogenannten Sebastianspfeile, er gilt deshalb nicht nur als Schutzpatron gegen Pest und Seuchen, sondern auch bei den Bogen- und Armbrustschützen und soll bei noch ganz vielen anderen helfen. Die Darstellung des Hl. Sebastian zeigt ihn mit Pfeilen durchbohrt.

(Ergänzung 08.11.2023) Bei unserem Langzeitaufenthalt in Rom haben wir die Basilika San Sebastiano an der Via Appia besucht. Hier ein Foto von seinem Grab in der Basilika.

Im Presbyterium sind an den Seitenwänden noch zwei weitere Gemälde

„Das Martyrium des Hl. Sebastian von Veronese

„Die Hl. Markus und Marcellinus, vor dem Martyrium“

Alles Flehen der Mutter und der Verwandtschaft hilft nichts, auch der Hl. Markus und Marcellinus bleiben bei ihrem christlichen Glauben und bezahlen mit dem Leben.

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Seitenkapellen in der Chiesa San Sebastiano in Venedig

Auf jeder Seite finden sich drei Kapellen.

Soll ich, soll ich nicht? – euch die Kapellen einzeln vorstellen? Auch wenn es meinen Bericht über die Kirche dadurch in die Länge zieht, sie bedürfen einfach einer näheren Beschreibung, weil sie wirklich schön sind.

Ich beginne auf der rechten Seite, mit der ersten Kapelle –

die Capella Onorati in der Chiesa San Sebastiano

Wem welche Kapelle gewidmet ist, erspare ich mir. Zu dem von Federico Bencovich gemalten Altarbild das den „Seligen Pietro Gambarcorta“ zeigt, aber dann doch eine Erklärung. Der Heilige hat 1380 den Orden der Ermiten des hl. Hieronymus gegründet. Die erste Kirche, die hier an dieser Stelle errichtet wurde, ging auf Initiative dieses Ordens aus.

Die

Kapelle Melio da Cortona in der Kirche San Sebastiano

ist die mittlere der rechten Kapellen. Tommaso Lombardi da Lugano hat 1571 eine, wie ich finde, wunderschöne Statue von Maria mit dem Christuskind und dem Hl. Johannes dem Täufer als Kind geschaffen. Ich war ja nun schon in sehr vielen Kirchen, aber ich habe noch nie Johannes als Kind dargestellt gesehen.

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Capella Garzoni in der Chiesa San Sebastiano

Für das Altarbild „Kreuzigung“ ist wieder Veronese zuständig. 1581 hat er es gemalt. Veronese war auch bekannt für seine Freskenmalereien. Ob diese an der Decke der Kapelle auch von ihm stammen? Auch hier finde ich die Statuen wunderschön dargestellt. Da es ein Barockaltar ist dürfen natürlich die Engel auch nicht fehlen.

 

Direkt gegenüber auf der linken Seite ist die

Kapelle Grimani in der Kirche San Sebastiano

Auch dieses Altarbild ist Veronese zuzuschreiben. Im 16. Jahrhundert hat er „Maria mit dem Kind, der hl. Katharina und Bruder Spaventi“ auf Leinwand gebracht. Warum hier Alessandro Vittoria auf die Besucher und Gläubigen schaut, und in dieser Seitenkapelle einen Platz gefunden hat – ich habe nichts darüber gefunden. Wisst ihr es?
Ein großes Grabdenkmal von ihm findet sich in der Kirche San Zaccaria in Venedig.

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In der

Kapelle Pisani in der Kirche San Sebastiano

wird Christi Taufe im Altarbild dargestellt.

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Habt ihr mitgezählt? Jetzt kommt die sechste Kapelle, die dritte auf der linken Seite vor der Türe –

die Capella Pellegrini in der Chiesa San Sebastiano

Schiavone hat so um 1545 Christus in Emmaus als Altarbild geschaffen.

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Ein weiterer Bilderzyklus mit fünf Deckengemälden befindet sich in der

Sakristei der Kirche San Sebastiano in Venedig

Fünf sind es und zeigen u.a. auch Evangelisten. Nur mir haben sie sich allesamt nicht gezeigt. Die Türe zur Sakristei war nicht geöffnet. Solltet ihr die Kirche besuchen, dann haltet bei der

Orgel in der Kirche San Sebastiano in Venedig

Ausschau nach einer offenen Türe. Orgeln faszinieren uns in jeder Kirche, hat doch mein Mann in seiner Schulzeit dieses Instrument bespielt. Dieses historische Schätzchen stammt aus dem Jahr 1763, und wurde im 19. Jahrhundert restauriert. Mit nur einer einzigen Tastatur mit 56 Tasten und mit 17 Pedalen lassen sich die Töne entlocken. Auch die Orgel ließ nicht in ihr Inneres blicken, die Türen waren geschlossen. Solche Orgeln haben wir in Venedig noch in weiteren Kirchen gesehen. Ihr ahnt es bestimmt – es war seine Kirche, und deshalb hat Veronese auch die Türen der Orgel 1558 gemalt.

Die geschlossenen Türen zeigen den „Tempelgang“, sind die Orgeltüren geöffnet ist der „Teich Bethesda“ zu sehen.

Jetzt wandert mein Blick etwas nach oben, zu den

Wände in der Kirche San Sebastiano in Venedig

die Propheten, Sibyllen und Allegorien auf die Geburt und das Leiden Christi zeigen. Wunderschön die Säulen in Spiralform, die der Entstehungszeit um 1558 zugeschrieben werden. Einfach nur schöne Anblicke …

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Und jetzt bitte noch mehr den Kopf in Nacken, und der Blick hoch zur

Empore in der Kirche San Sebastiano in Venedig

die über drei Seiten läuft. Bei Saalbauten habe ich solche Emporen schon öfter gesehen, bietet sich ja auch an. Schwindelfrei müssen die vier da oben schon sein. Die Statuen wurden 1580 von Girolamo Campagna für die Balustrade hergestellt und stellen die Jungfrau der Verkündung, den Verkündigungsengel und zwei Sibyllen dar.

„Du redest in Rätseln“ dieser Satz, allgegenwärtig in unserem Leben kann zu einer Sibylle passen. Das sind Prophetinnen, die meist unaufgefordert die Zukunft weissagen. Aber nicht direkt, sondern meist doppeldeutig und manchmal auch in Form eines Rätsels. Wollt ihr mehr über diese Damen erfahren, dann klickt einfach HIER.

Es gibt noch mehr in der Kirche zu entdecken und bewundern. Das dürft ihr dann gerne vor Ort machen.

Ja, wenn’s mal wieder länger bei uns dauert, dann sind solche Schätze in von außen unscheinbaren Kirchen schuld. Aber wir sind ja flexibel und in vier Wochen darf dann gerne auch das Tagesprogramm geändert werden.

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