Über dem Stadtteil Trarbach ist sie gut sichtbar zu sehen – die Ruine Grevenburg.

Da uns das Wetter an unserem Besuchstag in Traben-Trarbach nicht durchgängig hold gesonnen war, die Fahne nicht gehisst war -heißt, die Burgschänke ist nicht offen- haben wir mit Blick in den wolkenverhangenen Himmel darauf verzichtet die Burgruine von oben zu erobern. Also blieb uns nur der Blick von unten. Aber dennoch finde ich anhand ihrer Geschichte, dass sie einen Bericht in meinem Blog verdient.

1350 wurde die Burg von Graf Johann III.v.Sponheim errichtet und löste damit die Starkenburg als Residenz ab. 1680 wurde sie von Ludwig XIV. erobert, und er baute sie unter Leitung von Vauban als Teil des Befestigungssystem der Festung Mont Royal über Traben-Trarbach gelegen als Zentrum aus. Insgesamt erlebte die Grevenburg bis zu ihrer Sprengung im Juli 1734 durch die Franzosen sage und schreibe 13 Besitzerwechsel.

Heute existiert noch die westliche Fassade des damaligen Kommandantenhauses und noch einige Fundamente der Anlage. Über einer großen Schutthalde des hohen Südwalls stehen noch zwei Kasemattenbögen und ein Stützbogen vom Offiziershaus. Ich kann mir vorstellen, dass der Ausblick von dort oben auf die Stadt und das Umland herrlich ist.

Fast hat mir das Herz gestockt, als auf einmal eine große Staub/Rauchwolke am Fels unterhalb der Ruine zu sehen war. Und durch das Teleobjektiv der Kamera konnte ich ‚rote Männlein‘ am Fels entdecken, die dort ihrer Arbeit nachgingen. Auch kein leichter Job.

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