Am Rand der Altstadt von Schwäbisch Gmünd zieht sich von Süd nach Nord auf ca. 1 km ein grünes Band – die Grabenallee.

Wer abseits von Verkehrsstraßen und -lärm auf ‚kurzem‘ Weg vom Rand der Südstadt zum Stadtgarten oder Bahnhof kommen möchte geht gerne den Weg in der Grabenallee. Im Zuge der Bundesgartenschau 2014 wurde der Josefsbach entlang der Grabenallee erlebbar und begehbar gemacht. Aus diesen Maßnahmen hat sich ein wunderschönes kleines Naherholungsgebiet fast mitten in der Stadt ergeben.

Für mich ist es immer wieder schön diesen Weg zu gehen, vor allem, weil es die Grabenallee seit 2014 auf zwei Ebenen gibt – unten am Wasser entlang, oder den Alleeweg, gesäumt von alten Bäumen.

Im Rahmen der Remstalgartenschau 2019 werden unglaublich schöne Flechtkunstwerke und ein Wolkengarten entlang der Allee gezeigt. 2016 wurde das Flechthandwerk in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe ernannt, für den Gartenschauplaner der Remstalgartenschau ein Grund, eines der ältesten handwerklichen Tätigkeiten auch in Schwäbisch Gmünd zu präsentieren. Wie ich finde, sehr gelungen von den Künstlern. Und egal von welcher Ebene man sie betrachtet – einfach schön.

Bei uns im Südwesten gibt es eine Fernsehsendung ‚Kunscht‘ und vor den Beiträgen wird oft die Frage gestellt: „Isch des Kunscht, oder ko des weg?“ Für meinen Mann bei Kunstobjekten mittlerweile zum geflügelten Wort geworden – meistens positiv, aber durchaus auch mal kritisch.
Heute kam uns dieser Satz wieder in den Kopf – wir waren aber der Überzeugung „des därf bleiba!“ Weil schön 🙂

Schon der Spaziergang entlang dem Josefsbach ist immer ein Erlebnis. Auch heute mit einem Wechsel von Sonne und Wolken ergaben sich wunderschöne Spiegelungen.

Antibes ist eine der Partnerstädte von Schwäbisch Gmünd. Zur Bundesgartenschau 2014 bepflanzten 12 Gartenbaustudenten aus Antibes einen Rosengarten neben der Grabenallee – ein Stück Frankreich in Gmünd.

Am Ende des Wasserweges der Grabenallee geht man direkt darauf zu – auf das Wahrzeichen der Bundesgartenschau 2014 und Blickfang von Gmünd, das Gold und Silber Forum, liebevoll unser ‚Käsewürfele‘.
Vorgesetzte Fassadenplatten umhüllen wie ein wertvolles Gewand einen massiven Betonkern. Und je nach Sonnenstand und dem eigenen Standort sorgt die goldfarbene Beschichtung für interessante Blickpunkte und unterstreicht den Ruf der Gold- und Silberstadt.

Hier am ‚Käsewürfele‘ fließen Josefsbach und Rems zusammen und ergeben seit 2014 den Remsstrand, immer wieder Platz für Veranstaltungen. Hier abends an der Rems sitzen, vielleicht der Musik einer Veranstaltung lauschen und dem fließen des Wassers zuschauen ….

Remsstrand Schwäbisch Gmünd

Markant auf dem Weg zum Remsstrand auf dem oberen Alleenweg steht er da – der Fünfknopfturm, und ihm zu Füßen das Torwachthäuschen. Der Fünfknöpflesturm bezaubert durch seine fünfeckige Form und strahlt irgendwie eine Eleganz aus. Der 27 Meter hohe Turm war ein Teil im nordwestlichen Teil der Stadtmauer und war Brandwachturm.

Zur Bundesgartenschau ist es aus dem Dornröschenschlaf erwacht, das 1828/1829 erbaute Torwachthäuschen. Das zweite noch erhaltene Torwachthäuschen steht am südlichen Eingang zur Grabenallee.

Fünfknopfturm Schwäbisch Gmünd
Fünfknopfturm Schwäbisch Gmünd

Grabenallee in Schwäbisch Gmünd