Im Westallgäu fällt im Eistobel das Wasser der Oberen Argen in mehreren Stufen talwärts.

Ein wunderschöner, wildromantischer Ausflug während unseres Aufenthaltes im Allgäu führte uns, nur einen Katzensprung von unserem Hotel in Maierhöfen entfernt, in den Eistobel. Bei der Recherche für den Beitrag, welchem Bundesland ich nun den Eistobel zuordnen soll, kam etwas Verwirrung auf. Maierhöfen liegt im schwäbischen Landkreis Lindau, gehört aber zu Bayern.

Wir wählten den Einstieg in die Schlucht, die die Ortschaften Maierhöfen und Grünenbach verbindet, bei der Argentobelbrücke bei Maierhöfen. Und sind somit am ruhigen Wasser entlang, den Wasserfällen entgegengelaufen.

Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen

Der Sturm, der im Frühjahr 2019 auch im Allgäu gewütet hat, hat deutliche Spuren im Tobel hinterlassen. *Kreuz-quer-knuddel* liegen die Bäume …

Es ist herrlich in der erwachenden Natur zu laufen. Im ruhigen Teil des Tobels beginnt die Natur zu erwachen.

Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen

Langsam lässt es uns erkennen, dass wir uns in einer Schlucht befinden.
Bis zu 130 Meter hohe Felshänge säumen die Strecke von ca. drei Kilometer, auf der das Wasser der Oberen Argen in Stufen abwärts rauscht. Ca. 70 Höhenmeter gilt es zu überwinden, auf Stegen und Brücken oder über Steine.

Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen

Und das Wasser beginnt zu leben ….

Wenn man mit offenen Augen durch die Schlucht geht, entdeckt man so manches …

Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen

Ein Highlight im Tobel ist die 50 Meter hohe Wand aus Sandstein und wird in den Stationen als Hohe Wand genannt. Vor 20 Millionen Jahren gab es hier wohl ein Meer.

Eistobel bei Maierhöfen
Eistobel bei Maierhöfen

Wir sind den Weg nicht bis zum Kraftwerk gegangen, sondern sind vorher rechts abgebogen um über Wiesen, am Waldrand entlang, wieder zurück zum Parkplatz zu kommen.

Wenn man bedenkt, dass der Eintritt pro Person gerademal nur 1,50 € beträgt, der Parkplatz auf dem großen weitläufigen Parkplatz sogar kostenfrei ist, ist das ein wildromantisches Schauspiel zum absoluten Schnäppchenpreis. Wir haben uns im Tobel viel Zeit gelassen, mit dem Fotografenherz in der Brust sowieso, und haben für den Tobel samt Rückweg gut drei Stunden gebraucht.

Mehr Informationen zum Eistobel, der seinen Namen von denen im Winter zu Eis erstarrten Wasserfällen hat, findet Ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Eistobel

Eistobel bei Maierhöfen