Bergbau und Metallerzeugung - ein Thema, das sich entlang der Küste und im Landesinneren dieser Region zieht. Die Reste der Fundición Esperanza II, der alten Erzhütte können bei Villaricos entdeckt werden.

Heute waren wir Lost Places suchen. Auf der Küstenstrasse AL-7107, die uns von unserem Ferienquartier bei Mojácar über Garrucha nach Villaricos bringt, werden wir kurz nach Villaricos fündig. Wir lieben es solche Orte zu entdecken, und normalerweise verrät man nicht die Lage eines Lost Places. Aber in dem Fall sind die angesteuerten Ziele über Google Maps zu finden - sie sind also kein Geheimnis mehr. Trotzdem waren wir die einzigen Besucher, die an der Küste entlang zur alten Erzhütte gegangen sind.

Ihr wisst, dass ihr auf dem richtigen Weg seid, wenn ihr direkt an der Küstenstraße die verlassene Kaserne "Antiguo Cuartel de Guardia Civil" seht. Dieses große Gebäude kann man einfach nicht übersehen. Fridolin hat dort auf dem großen Parkplatz vor der alten Kaserne ein Plätzchen bekommen. Kommt ihr mit

zu meiner Entdeckung der Ruinas de Fundición Esperanza II in Villaricos in Andalusien

bei der wir erst einmal hinter der Kaserne ein Stück hinunter zur Küste laufen. Möglicherweise findet ihr auch direkt einen Zugang von der Straße, aber ich als Wasserkind wollte Richtung Wasser. Über einen ausgetrockneten Barranco, also eine kleine ausgetrocknete Schlucht, die man bei Regen aber unbedingt meiden sollte weil unkontrolliert Wassermassen ins Meer schießen könnten, sind wir Richtung der Ruinen gelaufen. In der Zeit bekommt ihr

ein bisschen Geschichte zur Entstehung des Bergwerks Fundición Esperanza II in Villaricos

die auch als "Fabrica Nueva", die neue Fabrik bekannt ist. Im 19. Jahrhundert ist die Anlage am Meer entstanden. In dieser Zeit bekam die Förderung von Erz in der Region eine immer größere Bedeutung und verhalf der Region zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Reste dieser historischen Metallhütte war als eine der letzten Anlage in der Region noch bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb. Der Küstenabschnitt zählt zur Gemeinde Cuevas del Almanzora, etwa ca. 20 km im Hinterland. Dort ist in der Nähe der Stadt eine weitere große Ruinenanlage zu sehen, die Mina Tres Pacos, die einige Tage später unser Ziel werden sollte.

Die Überreste der Ruinas de Fundición Esperanza II in Villaricos

Nicht zu übersehen ist der Schornstein, die Esse, die schlank und hoch ein tolles Fotomotiv für mich ist.

Auch die Überreste der Öfen oder die Brennöfen auf den Bergen lassen erahnen, wie groß die Anlage war und wie wichtig sie für die Industrie der Region Almería war. Euch die Funktion einer solchen Anlage zu beschreiben - ich lass es besser sein.

Man kann unschwer ahnen, dass es hier in ein herrliches Wandergebiet geht.

Einige Wohnmobile haben sich hier ein ungestörtes Plätzchen gesucht und genießen die absolute Stille, die nur durch das Rauschen der Wellen unterbrochen wird. Wir sind ein Stück zurück Richtung Villaricos gefahren, um uns noch

die Ruinas Puente in Villaricos

anzuschauen. Ein Vidadukt, von dem noch gute Überreste erhalten geblieben sind. Von hier schön der Blick zurück zur alten Kaserne.

Hab ich euch Lust gemacht auf die Spuren von Lost Places zu gehen? Einfach losfahren, an interessanten Stellen anhalten und auf die Suche gehen. Das ist in diesen vier Wochen unserer acht Wochen Überwinterung in Andalusien oft der Plan gewesen. Manchmal war es vergebens, aber die herrliche Landschaft entschädigt für eine Fehlsuche.

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Kaserne Antiguo Cuartel de Guardia Civil 1412

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Das weiße Dorf Mojácar Pueblo in Andalusien

So kommt ihr zu den Ruinen Fundición Esperanza II in Villaricos in Andalusien