Die Überreste des großen Eisenerzbergwerks Mine de los Tres Pacos sind in der Region Cuevas del Almanzora zu sehen.
Man sollte schon in etwa wissen, wo sich dieser Lost Place befindet - inmitten wirklich wunderschöner unberührter Natur. Am Südhang der Sierra de Almagro, in einer Schlucht nördlich des Städtchens Cuevas del Almanzora, geht es hinein in die Berge.
Da wir an diesem Tag eh schon Cuevas del Almanzora als unser Besichtigungsziel gewählt haben, um genauer zu sein, das Castillo und das Ethnologische Museum mit den Höhlenwohnungen, war es quasi nur ein 'Katzensprung' gen Norden. Okay, ich blende aus, dass ich meinen Mann mehrfach gefragt habe "bist du sicher, dass wir hier auch richtig sind?" Er und Lotte (unser Navi) sind das Team das mich und Fridolin (unser Auto) quer durch die Welt schickt. Und Lotte hat da manchmal ihren eigensinnigen Kopf. Wir sind auch jetzt über Straßen gefahren, wo ich dachte, 'hier hört die Welt' auf und 'bitte komm mir keiner entgegen'.
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Inhaltsverzeichnis
- 1 meiner Entdeckung der stillgelegten Mine de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora in Andalusien
- 1.1 unendlich große Zitronenplantagen in der Nähe von Cuevas del Almanzora
- 1.2 Ruinen der Mina de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora
- 1.3 Ein bisschen Geschichte zur historischen Mine de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora
- 1.4 Die historische Mine Tres Pacos in Schwarz-Weiß
- 1.5 Am Rand der Sierra de Almagro bei Cuevas del Almanzora
- 1.6 Das könnte euch auch interessieren
- 1.7 So kommt ihr zu der Mine de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora in Andalusien
meiner Entdeckung der stillgelegten Mine de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora in Andalusien
Am Rande eines kleinen Dorfes befahl Lotte "Blinker rechts" und führt uns über eine noch kleine Straße hinaus in die Natur. Es ging über ein ausgetrocknetes Bachbett, die Straße darüber nach dem starken Regen provisorisch wieder instand gesetzt. Und dann beginnen unsere staunenden Blicke, denn vor uns liegen
unendlich große Zitronenplantagen in der Nähe von Cuevas del Almanzora
So weit das Auge reicht Zitronenbäume mit vielen Früchten dran. Die einen bereits in leuchtendem gelb, die anderen wollen diese Farbe noch erreichen. Auf einer Seite der Straße befindet sich der "Zitronenkindergarten" mit kleinen Bäumchen, die einmal genauso groß werden wollen, wie die auf der Straße gegenüber.
Jetzt kann ich nachvollziehen, als ich im Internet nachlesen konnte 'das fruchtbare Tal des Rio Almanzora', der die Menschen in vergangener Zeit dazu bewogen hat, sich hier anzusiedeln. Und das alles am Rand des Gebirgszuges oder in einer Senke inmitten der Felswände. Obwohl ich Zitronen über alles liebe (genauso wie Orangen) es verbietet sich von selbst, sich in Selbstbedienung an den Bäumen zu vergreifen.
Ich denke dabei immer an die Worte einer Winzerin im Moseltal, die uns durch die Weinberge geführt hatte und sagte: "Wir haben nichts dagegen, wenn sich mal jemand eine Traube nimmt. Aber viele reißen eine ganze Dolde ab, stellen fest, dass sie doch nicht so schmecken, weil vielleicht noch nicht reif, und werfen sie weg. Wenn das viele so machen, haben wir nichts mehr an den Rebstöcken."








Ihr merkt an diesem Beitrag, dass ihr auf einem Reise- UND Fotoblog gelandet seid. Bei der Überwinterung 2025 an der Costa Blanca habe ich unsere Ausflugsziele nur in Wochenberichten präsentiert. Ich hatte letztes Jahr schlichtweg keine Zeit für Einzelbeiträge. Bei unseren diesjährigen Zielen habe ich aber teilweise so viele Fotos mitgebracht, dass ich die unmöglich nur in Wochenberichten zeigen kann. Und wie hier in diesem Bericht mag ich die euch einfach nicht vorenthalten. Bekomme ich doch immer wieder Mails, dass ich meine Leser durch meine Fotos und Berichte dazu inspiriere, diese Ziele selber zu besuchen. Auch vielleicht mit weniger Text, dafür mit mehr Fotos will ich euch unsere Ziele mit meinen Augen zeigen.
Die Straße wird breiter, was mich hier völlig verblüfft. Es geht stetig bergan und irgendwann sieht man in der Ferne die ersten
Ruinen der Mina de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora
An einer Einbuchtung an der Straße parken wir Fridolin und gehen den Weg nach oben. Als erstes fällt mein Blick auf
die Seilbahn an der Mine de los Tres Pacos - der lost Place bei Cuevas del Almanzora
Auf einer Länge von etwa 13 km wurde hier das geförderte Erz nach unten transportiert. 1911 wurde angefangen zu planen, gebaut und bis die 1940er Jahre war die Seilbahn in Betrieb.




Der nächste Stopp war, super von der Straße zu sehen
der Blick auf die Brennöfen der Mina de los Tres Pacos
die mir ein wunderschönes Fotomotiv geben. Gefüllt wurden die Öfen von oben, entleert durch die unteren Öffnungen. Abwechselnd wurde da eine Schicht Eisenerz und eine Schicht Holzkohle übereinandergeschichtet, um so die Verbrennung zu aktivieren.




Nachdem wir festgestellt haben, dass es oben bei den Brennöfen einen wunderschönen großen Platz gibt, hat mein Mann kurzerhand Fridolin nach oben geholt. Der bekam dann noch Gesellschaft von einem Schweizer Auto. Ich dachte doch, wir sind allein hier am Ende der Zivilisation mitten in der Natur. Aber denkste - zwei Wohnmobile haben sich einen Panoramaplatz ergattert und genossen wie wir die herrliche Stille hier oben.
die vielen Gebäude der Mine Tres Pacos
sind weitläufig auf dem großen Gelände verstreut. Einige werden vermutlich Verwaltungsgebäude gewesen sein. Heute alle sehr baufällig, und wir haben nur den Blick von der Ferne gewagt.




Weiter geht's. Meine 'Emma' kann sich nicht mehr bändigen - oder ich mich?
Ja, ihr habt schon richtig gelesen, alle meine treuen Gefährten haben Namen. Sie gehören einfach mit dazu. Und ja, Emma ist wieder in Aktion. Wer meine Berichte aufmerksam verfolgt weiß, dass Emma mitten in der Toskana den weiteren Dienst verweigert hatte. Nix ging mehr. Mitten in einem Langzeiturlaub ein Supergau wenn man zum Fotografieren unterwegs ist. Dummerweise hatten wir damals keine Ersatzkamera dabei. Aber aus diesen Fehlern lernt man, jetzt ist immer Ersatz dabei. Schlechter war dagegen die Fehlersuche, warum Emma nicht mehr will - wir fanden die Ursache nicht.
So zog Pedro, der Neue bei mir ein. Mein Enkel, selber mit seinen 8 Jahren fotobegeistert, durfte den Namen für den Neuzugang wählen. Aber irgendwie wollten sich Pedro und ich nicht richtig aneinander gewöhnen. Ich hatte Sehnsucht nach meiner Emma. 2025 gab dann auch noch die Kamera meines Mannes den Geist auf. Wir fanden eine Werkstatt in Hamburg und zwei Schwaben wurden per Post in den Norden verschickt. Emma bekam den größten Check-up ihres Lebens und runderneuert kam sie wieder ins Schwabenland zurück.












Ein bisschen Geschichte zur historischen Mine de los Tres Pacos bei Cuevas del Almanzora
darf an dieser Stelle auch nicht fehlen. Man vermutet, dass der Name von drei Männern, Namens "Paco" herrührt, die das Gebiet erschlossen oder besessen haben sollen. 1911 wurde geplant, wie man das in der Gegend vorkommende Eisenerz fördern kann. 1912 wurde der Bau genehmigt, sogar mit einem System, das mit per Dampfmaschine angetriebenem Generator mal kurz 30 Tonnen Erz pro Stunde über eine größere Distanz transportieren konnte.
Die Anlage ist in mehreren Ebenen angelegt und sehr weitläufig. Aber dass Bergbau viel Platz benötigt, das habe ich bereits ein paar Tage davor bei einem weiteren Lost Place Bergwerk, bei den Ruinas de Fundición Esperanza II in Villaricos feststellen können. Dass es im Bergbau harte Arbeit ist, zeigt die Information, dass dann bis in 100 Meter Tiefe Schächte und Stollen gegraben wurden, die mit Querschächten und all dem was noch notwendig ist, miteinander verbunden wurden.
Die historische Mine Tres Pacos in Schwarz-Weiß
Ich konnte diese Spielerei nicht lassen ....




Am Rand der Sierra de Almagro bei Cuevas del Almanzora
Eine einmalig schöne Landschaft tut sich hier auf. Der Gebirgszug, der sich bis über 700 Meter ü.d.M. erhebt zieht sich von Cuevas del Almanzora bis Huércal-Overa im Norden der Provinz Almería. Dass hier schon ca. 2.000 v.Chr. Ansiedlungen waren, davon zeugen vielzählige Spuren wie die Höhlenwohnungen oder archäologische Stätten.
Wir sind noch ein Stück den Weg hochgewandert, um aber immer wieder stehen zu bleiben und die Ausblicke auf die karge Berglandschaft zu genießen. Genießt ihr mit?








Hab ich euch mit den vielen Fotos Lust auf einen Ausflug in die Berge gemacht? Pure Absicht, sag ich euch. Habt viel Freude bei Euren Entdeckungen.
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