Eine besondere Attraktion in dem kleinen Ort Cuevas del Almanzora in Andalusien sind die vielen Höhlenwohnungen. Im Ethnologischen Museum "Casa Cuevas" lässt sich das Leben in der Höhlenwohnung nachvollziehen.
Als typisches Ausflugsziel kann man das kleine Örtchen Cuevas del Almanzora, ca. 20 km von der Küste im Hinterland nicht finden. Man muss schon ein bisschen nach Zielen stöbern, so wie ich das im Vorfeld unserer diesjährigen Überwinterungsreise nach Andalusien getan habe. Unsere Ferienwohnung liegt für die ersten vier von acht Wochen in der Nähe von Mojácar, einem der schönsten weißen Dörfer in der Region Almería. Heute steht dieser Ausflug an, bei dem uns vor allem, aber nicht nur, die Höhlenwohnungen interessieren. Kommt jetzt mit zu
Inhaltsverzeichnis
- 1 meiner Entdeckung der Höhlenwohnungen und dem Ethnologischen Museum in Cuevas del Almanzora in Andalusien
- 1.1 Die Geschichte der Höhlenhäuser in Cuevas del Almanzora in Andalusien
- 1.2 Die Geschichte zur Stadt Cuevas del Almanzora
- 1.3 das Ethnografische Höhlenmuseum in Cuevas del Almanzora
- 1.4 Waschhaus in Cuevas del Almanzora
- 1.5 Das könnte euch auch interessieren
- 1.6 So kommt ihr zum Ethnologischen Museum und den Höhlenwohnungen in Cuevas del Almanzora
meiner Entdeckung der Höhlenwohnungen und dem Ethnologischen Museum in Cuevas del Almanzora in Andalusien
Nur die Höhlenwohnungen in dem Örtchen suchen? Vergesst diesen Gedanken. Sie sollen in dem kleinen Stadtteil Cuevas del Calguerín von Cuevas del Almanzora zu finden sein. Wir waren in dem kleinen Viertel unterwegs und haben den Eindruck, so wie wir beäugt wurden - hier kommen normalerweise keine Touristen hin. Kleine, zum Teil baufällige Häuser sind dort zu finden. In manchen herrscht rege Betriebsamkeit weil sie renoviert werden. Aber so richtig die Höhlenhäuser dort sehen? Nein, dieser Anblick war uns erst bei der Fahrt zu unserem nächsten Besichtigungsziel gegönnt. Da hieß es für meinen Mann schnell sein. Kamera raus, Blinker gesetzt und die Eindrücke kurz mit der Kamera einfangen.


Seht ihr die vielen kleinen Fenster? Das sind die Höhlenwohnungen, von denen es in dieser Region über 200 geben soll. Teilweise sollen noch welche bewohnt sein. Von Menschen die sich z.B. normale Wohnungen nicht leisten können. Aber auch von Bewohnern, die zum einen in der Natur leben möchten und zum anderen in den Höhlenwohnungen eine konstante Temperatur haben und nicht der Hitze, aber auch der Kälte im Winter in Andalusien ausgesetzt sind. Konstante 12 Grad sollen die Wohnungen im Fels bieten.
Kann es denn in Andalusien im Winter überhaupt kalt sein? Ohhhjaaa, kann es. Wir sind nach einer Woche im Norden Spaniens am 17.01.2026 in Mojácar angekommen und haben gerne in den ersten beiden Wochen auf warme Pullover, Fleecejacke und eine Heizung zurückgegriffen. Die Sonne am Tag war wärmend, aber am Abend und Morgen war es doch noch empfindlich kühl.
Die Geschichte der Höhlenhäuser in Cuevas del Almanzora in Andalusien
Die keine Höhlen im eigentlichen Sinne sind, also von der Natur gegeben. Rings um die Stadt an der Sierra Almagrera, die zum Teil bis über 700 Meter hoch ist, haben vor tausenden von Jahren die Bewohner die Behausungen selber in den Fels geschlagen. Dokumentiert ist, dass es bereits 200 v.Chr. dort bewohnte Höhlen gab. Der weiche Kalksandstein ließ sich gut behauen. Aber bereits vor dieser Zeit, als die Römer die Stadt stürmten, sollen Menschen Schutz in den Höhlen gefunden haben.
Was bietet auch ein besseres Versteck als in den Hügeln der Berge? Von wo man zudem noch einen guten Überblick hat.
Die Geschichte zur Stadt Cuevas del Almanzora
Die ihren Namen durch die vielen Höhlen (Cueva) im Berg bekam, zum anderen aber auch durch den Rio Almanzora. Etwa 105 km fließt der Fluss durch die Provinz Almería, bevor er bei Palomares ins Mittelmeer mündet. Der Fluss verwandelte das Tal in fruchtbaren Boden und zog die Bewohner an. Cuevas ist eine der ältesten Städte in der Provinz Almería. Ihren Namen soll die Stadt von den Arabern bekommen haben "al-Mansura" - heute Almanzora.
Aufschwung erlebte die Stadt von den Bergleuten, die in den umliegenden Gebirgen nach Eisenerz gruben. Die Mine "Tres Pacos" die heute als Lost Place in den Bergen steht, ist unser weiteres Ziel heute.
Dazu eine kleine Geschichte am Rande, die mir beinahe das Herz stocken ließ. Auf dem Weg vom Höhlenmuseum und dem Castillo in Cuevas del Almanzora zur Mine Tres Pacos, einem Lost Place in den Bergen, suchte unsere 'Lotte' wohl den schnellsten Weg.
Lotte, unser Navi, sucht immer den schnellsten Weg. Dabei ist es ihr völlig egal, ob ich Schnappatmung bei ihrer Streckenführung bekomme oder nicht. Letztes Jahr an der Costa Blanca hat sie mich zweimal in einen solchen Schockzustand versetzt.
Jetzt stellt euch vor, ihr fahrt auf einer Straße, wo ihr auf einmal vor einem Abgrund seid. Ich habe nicht gesehen, wo jetzt die Straße weiterführt. Wie ein Hausdach ging es dann nach unten, am anderen Ende wieder nach oben. Wir fuhren durch ein trockenes Flussbett.
Ob jetzt das der Rio Almanzora einst war - keine Ahnung. Es sieht aber nicht so aus, als hätte der in jüngster Vergangenheit Wasser gesehen. In Malaga haben wir in der Innenstadt auch so ein ausgetrocknetes Flussbett gesehen. Die Stadt möchte daraus eine Promenade machen.
Generell sollte man aber hier großen Respekt vor ausgetrockneten Fluss- oder Bachläufen haben. Sie können bei Regen in rasanter Geschwindigkeit zu großen Wasserläufen werden.

Wenn wir jetzt schon nicht in dem kleinen Wohnviertel an die Höhlenwohnungen kommen - dann eben der Weg über
das Ethnografische Höhlenmuseum in Cuevas del Almanzora
Im Innenhof des Castillos befindet sich die Touristinfo des Ortes, und hier kann man Eintrittskarten für das Museum erwerben. Aber Achtung! Hinein kommt man ins Museum nur im Rahmen einer Führung und zu festgelegten Zeiten. Also vorher informieren ist nicht schlecht.
Im Museum, in dem man in seinem Tempo den Rundgang absolvieren kann, gibt es viele Informationstafeln, die das Ziel dieses Museums beschreiben und wie früher die Menschen gelebt haben. Es wird damit ein lokales Kulturgut den Besuchern nähergebracht.
Manche Höhlen bieten mittlerweile auch einen Komfort und werden als Ferienwohnungen angeboten. Kommt mit zu meinem kleinen Fotorundgang durch das Höhlenmuseum - ohne große Erklärungen.












Fridolin hat geduldig auf uns gewartet. Auf dem Weg zu ihm, sind wir am
Waschhaus in Cuevas del Almanzora
vorbeigekommen. Treffpunkt in früherer Zeit, als an diesem zentralen Ort noch die Wäsche gewaschen wurde.




Solltet ihr einen Ausflug ins Hinterland in dieser Region unternehmen, so darf in Cuevas del Almanzora durchaus ein Stopp eingelegt werden. Auf eine Stadtbesichtigung haben wir verzichtet. Auf unserer kleinen Stadtrundfahrt bei der Parkplatzsuche hat uns die nicht für einen Bummel gereizt.
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